na ich habe nie behauptet dass ich Fachwissen besitze, ich google halt rum. Mich hätten anstatt Belehrungen eher Meinungen von Usern interessiert die den Unterschied selbst erfahren haben weil Sie zum Beispiel einen direkten Vergleich haben und den im besten Fall anschaulich und verständlich artikulieren.
Hätte ich, aber nur mit der SVT 810er aus Baujahr 1978, die sogenannte Magnavox Ära bei
Ampeg*. Bestückt mit Eminence Lautsprechern, das sind bzw. waren damals die mit dem viereckigen Magneten. Davor bis ca. 1975 waren es die Lautsprecher von CTS mit Alnico Magneten. Die gelten nach wie vor als der "goldene Standard" weil sie wohl etwas anders klingen. Nach der Zeit damals wurden von Amepg (unter St. Louis Music) noch andere OEM 10er Typen von Eminence verbaut. Darunter (im Laufe der Jahre) die sogenannte "dark Ära" die bei Musikern meist weniger beliebt waren, wegen ihrer auffallend dunklen Klangfärbung.
Die letzten Varianten (seit einigen Jahren) sollen den allersten Boxen rein klanglich wieder sehr ähnlich sein, dem Goldstandard mit den CTS Lautsprechern.
Bezieht sich natürlich alles auf die Historie der SVT 810er Boxen. Viele geschlossene 410er für Bass gibt es meines Wissens sowieso nicht. Allgemein ist das Feld mit geschlossenen Boxen für Bass allemal sehr rar gesät. Auf Anhieb fällt mir nur
Hartke* ein, wenn es eine Box aus aktueller Produktion sein soll und kein Vintage.
In den 1970er Jahren sah das alles noch ganz anders aus,
Marshall* und Hiwatt und Orange usw. hatten zu der Zeit damals fast ausschließlich geschlossene 412er Boxen für den E-Bass im Sortiment.
Direkter Vergleich meiner SVT 810 mit meiner 212er Reflexbox. Wenn die Raumakustik heikel ist, dann machen beide Probleme, da man es zumeist mit problematischen Frequenzen (Raummoden) zu tun hat die die SVT 810er dann auch noch gut kann.
Die 212er geht weiter runter, hat mehr Tiefgang zu bieten, dafür klingt sie aber oben rum offener, geht weiter rauf im "top frequency range". Die SVT ist im direkten Vergleich dazu halt eher die klassische Rock'n Roll Box.
Beides ist schon deswegen unfair miteinander zu vergleichen, weil rein vom technologischen Lautsprecher Entwicklungsstand völlig unterschiedliche Lautsprecher drin arbeiten. Wenn man eine olle Vintage Pappmembran (SVT 810) mit einer modernen glasfaserverstärkten Membran aus dem pro Audio Bereich (meine 212er) vergleichen will, solcher Vergleich hinkt ganz einfach grundlegend schon!
Weil gelegentlich Probleme in Verbindung mit ported Boxen angesprochen werden, bei schwieriger Raumakustik. Ich hab das eher selten erlebt, dass ich z.B. mit Grafik EQ eingreifen musste. Bei meiner Vorgängerband kam es im Laufe von zwei Jahren und vielen Auftritten ein einziges Mal vor, dass ich auf der Bühne so um die 80hz herum etwas absenken musste. Und hätte ich die SVT 810er stattdessen gehabt, die hätte sich auch nicht viel besser verhalten, weil die den Bereich um die 80 Hz herum auch (noch) gut gekonnt hätte.
Dennoch, was man generell immer merkt, je weiter eine Box runtergeht in ihrem Übertragungsfrequenzgang, desto mehr tieffrequenten "Wumms" ist sie dann natürlich in der Lage in den Raum zu brettern. Und selbst wenn der Raum es akustisch verträgt, für den Bandkontext ist es meistens besser, wenn die Box nicht tiefer geht als 50 Hz.
>>Für mich zumindest klingt es logisch dass das Auswirkungen auf die Membran hat wenn Luft nicht entweichen kann .
Das ist ja zumeist das Problem, weil wenn etwas "zu logisch" klingt und dazu noch einfach verständlich, dann sind (allermeist) Mythen nicht weit entfernt.
Gilt aber nicht nur für die Bassbox, sondern für so manche Dinge des tagtäglichen Lebens, nicht nur für Musik!