MainStage als Bassamp (live)

Martin Hofmann

Martin Hofmann

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Seit etwa zehn Jahren benutze ich den Kemper* PowerRack. Der Sound lässt keine Wünsche offen, aber editieren auf der Bühne tue ich das Ding extrem ungern. Da mein Rack etwa 20 kg wiegt, nehme ich den Kemper* auch sehr selten mit nach hause, weswegen er noch auf einem alten Betriebssystem läuft. Als Box kommt eine tc electronic BC208 Bass Cab*
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zum Einsatz, weil mir der InEar-Sound ohne Box zu dünn ist.

Eigentlich wollte ich mir das Darkglass Anagram*
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zulegen, weil es mir klanglich und auch von der Bedienung her gut gefallen hat.

Mein Keyboarder hat mir nun empfohlen, MainStage auszuprobieren, was ich inzwischen seit einem halben Jahr zu hause am Desktop mache. In Verbindung mit einem MacBook und einem MOTU M4*
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klingt das auch wirklich sehr ordentlich. Außerdem kann ich so alle Effekte in Stereo, ein zusätzliches Direktsignal plus einen Moog Taurus - also insgesamt 4 Kanäle an den FoH schicken.

Meine Frage: hat jemand von Euch Live-Erfahrung mit einem ähnlichen MainStage Setup? Welchen Fußschalter würdet Ihr empfehlen? Außerdem will ich ein Expression-Pedal an den Moog hängen. Gibt es dafür eine elegante Lösung? Welche Aktivbox oder Combo empfehlt ihr in diesem Zusammenhang?
 

Ich fand MainStage unfassbar unintuitiv und bei der Gestaltung der Effekt layers unfassbar unflexibel.

Ich baue mein Setup beispielsweise so auf, dass ich einen sich nie ändernden lowend Pfad habe, zu dem gesellen sich dann verschiedene layers je nach Sound (clean, zerre, etc) und hinten dran Effekte wie Delay, hall etc.

In MainStage war mir das nicht möglich ohne dabei immer alle VSTs aktiv im Speicher zu halten, was immense CPU Auslastung zur Folge hatte. Das umschalten habe ich auch nicht intuitiv gelöst bekommen.

Ich bin dann ca zwei-drei Jahre mit Gigperformer unterwegs gewesen. Das hat ausgesprochen gut funktioniert. Dort ist das Routing für mich intuitiv gelöst, das erstellen von UI Elementen geht gut von der Hand und die Ressourcen Verwaltung ist sehr gut. Ich hatte dort dann für Jams/Impro/Casual einen Song angelegt mit mehreren Parts und diese Parts waren dann meine verschiedenen Sounds. Die habe ich dann mit einem Midi Controller abgerufen. Quasi analog zu dem Snapshot Konzept aus dem Helix.

Für meine Bands hatte ich vollständige setlists und hab mit einem Midi Controller einfach immer nur Part für Part hochgeschaltet.

Das hat grundsätzlich alles sehr gut funktioniert, ich wollte dann aber irgendwann einfach wieder ein Gerät haben, das nur Sound macht und sonst nix. Daher ist dann wieder ein Fractal bei mir eingezogen.


Als Midi Controller kam bei mir ein HX Effects zum Einsatz. Die scribble Strips und farbcodierten Schalter machen das Gerät sehr komfortabel in dieser Hinsicht. Außerdem hatte ich es über…. :D
Mit einem blueboard habe ich auch schon gearbeitet, fürs jammen ist das auch OK aber man merkt doch die Latenz beim schalten.

Als Hardware hatte ich ein UMC1820 im rack zusammen mit einer red rock M4.5
Über das UMC liefen auch mein in ear Monitoring und je nach Situation hat auch der Gitarrist darüber gespielt, für den hatte ich einen Weg eingerichtet mit ein paar Plugins.
 
Danke für deine Infos!
Ich fand MainStage auch anfangs schrecklich. Man kann damit so viel machen, dass man den Überblick zuerst gar nicht gewinnt. Nach ein paar Einweisungen ging es aber irgendwann, so dass ich jetzt auch dabei bleiben möchte.

Ich habe zwar kürzlich das Anagram ausprobiert, das im Hinblick auf die Bedienung sehr gut gelungen ist. Dennoch gefällt mir die Lösung, den Moog Taurus gleich an Bord zu haben, ziemlich gut, und die Effekte und Amp Models sind wirklich sehr gut.

Mein Shure GLXD16+*
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bietet auch einen Direct-Output, so dass man zur Not, falls alles abraucht, den Gig zu Ende spielen kann.
 
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