Markbass IR erstellt: Wer hat Lust auf einen Test meiner IRs?

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Hi,

angesichts der Situation, dass ich gerade (druch den Ausflug zu einem Boss* GX-1B Digital-Effektprozessor) die Möglichkeiten von IRs aufgetan habe, hab ich kurzerhand meinen eigenen Markbass* Mini CMD121 P "vermessen" und eine IR erstellt.

Würde mich freuen wenn ihr Interesse habt und ihr mir einfach mal Rückmeldung gibt, wie ihr die 3 IRs findet. Ich persönlich bin von keiner richtig überzeugt und weiß jetzt nicht ob ich mit dem Markbass* nicht prinzipiell einen Fehler gemacht habe (vor Jahren) :bier:

Hier findet ihr nun die 3 IRs:

IR1: Mikro Rode M2, 30ms, normalized auf -3dB
EQ Einstellung:

EQ0.webp




IR2: Mikro Rode M2, 30ms, normalized auf -3dB
EQ Einstellung:
EQ1.webp




IR3: Mikro Rode M2, 20ms, normalized auf -3dB
EQ Einstellung:
EQ2.webp



Des Weiteren kam ein Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen, diverse Sommer Kabel sowie Reaper und das ReaVerb Plugin für die Dekonvolvierung zum Einsatz.

Viel Spaß beim Ausprobieren und ich freue mich auf Meinungen!
 
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Hi,

ich kann zwar mangels Anwendung mit IR's nix anfangen, aber warum meinst Du, mit Markbass* einen Fehler gemacht zu haben?
 
  • Gute Idee
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Ganz einfach: Ich bin ein paar wenige Jahre (vielleicht so 4-5?) ausschließlich mit dem Effekboard (unter anderen ist da ein Diamond BCP-1 drauf) und dem Markbass* Mini CMD121P unterwegs gewesen. Habe den Basscombo als nie mehr als mein persnöliches Monitoring benutzt (mit einem Drummer der recht normal Natur-Set spiel), bis ich dann irgendwann auf ein größeres Effektboard auf dem meine LD IEM drauf ist, umgestiegen bin.

In der ganzen Zeit in der ich mit dem Markbass unterwegs war habe ich meinen Sound nie wirklich so eingestellt bekommen wie er mir hätte gefallen. Und was hab ich über mehrere Wochen/Monate/Jahre immer ausprobiert! - Immer in der Hoffnung "Du musst dich nur dran gewöhnen, das wird schon noch." Aber nein es wurde halt nicht. Für mich, meine Hörbarkeit war nie gut. Anfangs mit einem Yamaha BB604, später dann mit einem Fender Flea JazzBass. Die für mich noch am besten tauglichste Einstellung für live, hat sich die Einstellung rauskristallisiert, die ich im IR2 zeige. Aber wie gesagt: Egal welche Einstellung, egal welcher Bass "geil" war das nie.

Dann auf einmal vielleicht so 2-3 Jahre nach dem ich komplett auf IEM umgestellt habe, bin ich bei einer Probe über einen Eich BC112 (Pro) gekommen und siehe da, auf einmal, war alles da, ortbar, hörbar und fast schon egal, welche Einstellung am Effektboard oder am Amp selber.

Und nein mein Markbass ist nicht kaputt ;-) Wenn es damals (2017 rum dürfte es gewesen sein) auch schon den Eich gegeben hätte, hätte ich mich definitiv für den Eich entschieden. Definitiv!
 

Wenn es damals (2017 rum dürfte es gewesen sein) auch schon den Eich gegeben hätte, hätte ich mich definitiv für den Eich entschieden. Definitiv!
2017 gab es den schon ;-) .

Immer in der Hoffnung "Du musst dich nur dran gewöhnen, das wird schon noch.
Wenn einem ein Amp nicht taugt, dann ist das so und man muss wechseln. Da wäre mir die Lebenszeit viel zu wertvoll für als mich mit Kompromissen aufzuhalten.
 
Da wäre mir die Lebenszeit viel zu wertvoll für als mich mit Kompromissen aufzuhalten.
... sag das mal einem Studenten, der sich für 800€ von allem was wegsparen muss? Und so ein Student war ich.

Aber gerne wieder zurück zu meinen IRs ;-)
 
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Hm, mit den Markbass Combos bekommt man eben 100% Markbass. Muss man mögen.
Ich habe einen LM III und betreibe damit eine 8*10er Ampeg.
Beides alleine ist mir jeweils zu extrem, aber die Kombination passt mir ausserordentlich.

Wenn der Amp im Eich Combo auch nur halbwegs so gut ist wie die Topteile der T-Reihe, dann ist das sowieso eine ganz andere Liga.
 
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Naja, wie auch immer und wie gesagt, ich bin mit der Markbass Mini CMD121P nie zurecht gekommen. Hab aber jetzt auch keine Lust mehr, dass ich mich um Gebrauchtverkauf kümmere, damit ich wenigstens ca. die Hälfte des Eichs einnehmen könnte. Dann aber nochmal so viel drauflege für einen Amp, den ich ein paar wenige Minuten im Jahr benutze, geschweige denn einen Gig damit spiele.
 
Bitte um Auklärung, was bitte ist ein IR?
"InfraRot" wird es ja nicht sein.
 
  • #11
Viel Spaß beim Ausprobieren und ich freue mich auf Meinungen!

Vielen Dank für den Aufwand und die IRs. Ich habe einen kurzen Testlauf gemacht.

DI-Signal (Bass direkt ins Interface):



Mit der ersten IR:



Mit der zweiten IR:



Mit der dritten IR:



Für mich klingt das ziemlich dumpf. Klingt der Amp denn auch so im Raum? Falls nein, wie hast Du das Mikrofon positioniert und wie konkret die IRs erstellt?
 
  • #12
Ich hab das Mikrofon mit minimalen Abstand zum Gitter genau mittig zur Staubschutzabdeckung (der klein Hubbel in der Mitte das 12ers halt) aufgestellt.

Dann mit XLR Kabel ins Focusrite.

Von einem der beiden hinteren Ausgänge des Focusrites in den Amp.

Aufgenommen/abgespielt mit Reaper. Auf einer leeren Spur das ReaVerbate Plugin geladen einen 10s Testton erstellen lassen und diesen dann auf eine Spur gelegt eine weitere Spur als Recording Spur angelegt. Aufnahme des Mikrofons bei gleichzeitiger Wiedergabe des Testtons über den Amp.

Aufnahme als .wav exportiert.

Nun zurück in der ersten Spur mit dem ReaVerbate Plugin: Testton und Aufnahme in das Reverbate geladen. Reverbate öffnet bei dekonvolvierung zwei Dateifenster hintereinander mit strikter Anweisung welche Datei (Testton bzw. Aufnahme) angegeben werden sollen. Keine 2s später stellt ReaVerbate dann das Dekonvolvierte Signal zur Verfügung. Das hab ich auf 30 bzw. 20ms (der Peak/die Impulsantwort muss halt drauf sein) abgeschnitten und wieder als .wav gerendert. Das ist dann nun ein als landläufig bekanntes IR.

Der Amp klingt aber im Raum gespielt tatsächlich nicht so dumpf wie die IRs, aber der Charakter ist täuschend ähnlich!
 
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  • #13
Ich hab das Mikrofon mit minimalen Abstand zum Gitter genau mittig zur Staubschutzabdeckung (der klein Hubbel in der Mitte das 12ers halt) aufgestellt.

Dann mit XLR Kabel ins Focusrite.

Von einem der beiden hinteren Ausgänge des Focusrites in den Amp.

Aufgenommen/abgespielt mit Reaper. Auf einer leeren Spur das ReaVerbate Plugin geladen einen 10s Testton erstellen lassen und diesen dann auf eine Spur gelegt eine weitere Spur als Recording Spur angelegt. Aufnahme des Mikrofons bei gleichzeitiger Wiedergabe des Testtons über den Amp.

Aufnahme als .wav exportiert.

Nun zurück in der ersten Spur mit dem ReaVerbate Plugin: Testton und Aufnahme in das Reverbate geladen. Reverbate öffnet bei dekonvolvierung zwei Dateifenster hintereinander mit strikter Anweisung welche Datei (Testton bzw. Aufnahme) angegeben werden sollen. Keine 2s später stellt ReaVerbate dann das Dekonvolvierte Signal zur Verfügung. Das hab ich auf 30 bzw. 20ms (der Peak/die Impulsantwort muss halt drauf sein) abgeschnitten und wieder als .wav gerendert. Das ist dann nun ein als landläufig bekanntes IR.

Der Amp klingt aber im Raum gespielt tatsächlich nicht so dumpf wie die IRs, aber der Charakter ist täuschend ähnlich!
Die Vorgehensweise klingt soweit richtig (arbeite auch mit Reaper und hatte mal IRs von meinen Gitarrenboxen genauso erstellt). Ein Problem könnte die Impedanz- und Lautstärkefehlanpassung sein, wenn Du aus dem Line-Out des Interfaces in den Instrumenteneingang des Bassamps gehst. Ich benutze dafür dann immer eine Reamping-Box mit anpassbarer Lautstärke dazwischen und schaue, dass die in den Amp eingehenden Testsignale dessen Vorstufe nicht überfordern. Ich würde zum Testen Folgendes machen: Bass an den Amp anschließen und das Signal mittels Mikrofon aufnehmen. Dann mit denselben Einstellungen eine IR des Amps erstellen, danach den Bass ans Interface anschließen, eine DI-Aufnahme machen und die erstellte IR auf die DI-Spur legen. Die so behandelte DI-Spur mit IR sollte nun praktisch identisch zur Mikrofonaufnahme klingen (jedenfalls hinsichtlich Frequenzgang).

Im Idealfall sollte schon die Mikrofonaufnahme möglichst perfekt klingen. Die Mikrofonierung von Lautsprechern ist ja immer so eine Sache. Schon kleine Änderungen haben große Auswirkungen.
 
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  • #14
Bass an den Amp anschließen und das Signal mittels Mikrofon aufnehmen. Dann mit denselben Einstellungen eine IR des Amps erstellen, danach den Bass ans Interface anschließen, eine DI-Aufnahme machen und die erstellte IR auf die DI-Spur legen. Die so behandelte DI-Spur mit IR sollte nun praktisch identisch zur Mikrofonaufnahme klingen (jedenfalls hinsichtlich Frequenzgang).
Sorry. Da hab ich Fragen: Wie soll ich mit Bass am Amp den Testton abspielen?

Wenn ich mit dem Bass irgendwas spiele wird das ja unterschiedlich im Vergleich zur DI Aufnahme werden?

Wie kann ich eine IR auf eine Spur in Reaper legen?

Sorry, aber da brauch ich mehr Infos.
 
  • #15
Sorry. Da hab ich Fragen: Wie soll ich mit Bass am Amp den Testton abspielen?
Du sollst mit dem Bass am Amp über das Mikrofon eine Aufnahme machen, um zweierlei zu testen:

1. Ob der Sound, der mit dem Mikrofon im Interface ankommt ideal ist. Denn dieser Sound bestimmt später auch Deine IR. Taugt dieser Sound nichts, taugt die IR nichts. Also Mikrofon positionieren, spielen, aufnehmen. Falls es schlecht klingt: Mikrofon anders positioneren, spielen, aufnehmen. Das machst Du so lange, bis Du den idealen Sound auf Deiner Aufnahme gefunden hast. Dann hast Du auch gleichzeitig...

2. ...eine Referenzaufnahme Deines abmikrofonierten Basses, die Du der IR-bearbeiteten DI-Spur später gegenüberstellen kannst. Erstellst Du jetzt eine IR (mit dem Testton über Reaper, siehe oben wie gehabt) mit der so gefundenen Mikrofonposition und eine spätere DI-Aufnahme mit dem Bass ins Interface und dieser IR klingt deutlich anders als Deine Mikrofonreferenzaufnahme mit dem Bass, dann stimmt etwas bei der IR-Erstellung nicht. Es geht also darum, etwaige Probleme einzugrenzen und ausschließen zu können.
Wie kann ich eine IR auf eine Spur in Reaper legen?
Auch wieder mit ReVerb. Auf Add-->Datei und dann die IR Datei auswählen (den dry Regler komplett runter ziehen). So sind meine Dateien oben entstanden. Dann sollte die DI Aufnahme des Basses klingen wie der abmikrofonierte Amp. Und um dies vergleichen zu können, hast Du vorher den Amp abmikrofoniert und mit dem Bass eine Testaufnahme gemacht. Ich hoffe, es ist klarer geworden.
 
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  • #16
Ich hab's mal so gemacht wie du meintest:

BassOverAmpWithSM58:


DIBassWithNewIR:


Position Mittig vor der Kalotte im geraden Winkel. Nun aber mit SM58. Klingt auch nicht viel doller.
 
  • #17
Das ist echt komisch. Irgendwas stimmt da nicht. Mal ne andere Möglichkeit: Hat der Basscombo einen Effektweg? Dann könntest Du zur IR Erstellung den Preamp des Basscombos umgehen und vom Audiointerface direkt in den Effect Return/die Endstufe des Basscombos. So könnte man ausschließen, ob das Problem auf Preampseite des Basscombos liegt.
 
  • #19
Bei der Erstellung der IR den Testton vom Line Out des Audiointerface in den Effect Return des MarkBass.
 
  • #20
..dazu muss man wissen, dass der Effektweg vor der Klangregelung liegt und diese nur über den (beim LM II) entsprechend gejumperten line out wirksam ist bzw hinter Effekt Return Richtung Endstufe.
 
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