Stars in der Manege - Einzug der Fender-Clowns

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AchimII

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Hier soll es mal um Bässe (oder Gitarren) gehen, die ihr habt, und die irgendwie auf den ersten Blick aussehen wie das Original, aber eben eine Kopie sind. Das reicht von Lawsuit (1:1), post-Lawsuit (modifizierte Kopfplatte) über ultra-billig bis Highend-Kopie.

Mal ganz fern ab der rechtlichen Debatten… warum kauft jemand eigentlich einen Fender*-Klon?

Billig, Zufall, unzufrieden mit dem Original, spezielle Wünsche, die Fender* nicht erfüllt?

Was macht ihr damit?

Player, Backup, steht halt noch hier rum, Probebass für den ungeheizten Ü-Raum?

Ich will das jetzt nicht so sehr eingrenzen, aber ein Kramer Alu-Hals Bass mit P-Pickup, ein Spector mit aktiven EMGs oder einen Yamaha BB mit reversed P würde ich mal nicht mehr als reine Kopie, sondern als eigenständiges Instrument betrachten.

Eher so die Tokai, Greco, Harley Benton*, Sire, Sadowsky* und Nash dieser Welt.
 
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Meine erster Bass war ein schrottiger Billig-Jazz Bass. Nach 3 Wochen Ferienjob wollte ich dann ein richtiges Original -> Fender* P. Das war 1980. 1983 verkauft. Bleischwer, zu große Halstasche, ständig verrutschender Steg, aber immer zuverlässig.

Irgendwann um 2000 kamen ein Tokai Jazz Sound und danach ein Fender US Standard Jazz. Beide nicht viel benutzt, aber mit dem Tokai habe ich einiges gemacht: Hals entlackt, Fender P-Pickups rein. Wurde voriges Jahr beim Einstieg in die 2.-Band (Cover) wiederentdeckt. Definitiv Keeper. Der Fender war eigentlich klanglich nicht schlecht, aber ziemlich lieblos verarbeitet.

Als P kam um die Zeit ein Skyline Bob Glaub Modell dazu. Selten live, aber der war immer mein to-go-Bass für zuhause, um was rauszuhören oder zum Üben.

Ebenfalls ein Skyline JO, der eigentlich nur im Koffer steht.

Ich gab dann eine ganze Zeit nicht gespielt und 2022 wieder angefangen. Instrumente habe ich genug, aber dann lief mir ein LuK P über den Weg. Im ersten Moment war klar, wir werden keine Freunde…fetter lackierter Hals, Blechwinkel, nicht schon wieder. Wie man sich irren kann…der Hals bremst nicht, die Brücke ist einfach, aber stabil, der Bass deutlich leichter und natürlich tadellos verarbeitet…und seither meine klare Nr. 1.

Es folgten vier Fender MiM Ps. Ein Player, ein FSR 70s, ein Vintera 50s und ein Mike Dirnt.

Im Laufe der Zeit hab ich dann rausgefunden, was mir am LuK gefällt: mittelbreiter Hals (41,3), dickes Halsprofil (23-24 mm am 1. Bund). Der Player hat modern C, der FSR ist schon etwas stabiler. Mit dem Vintera, obwohl der einen schönen Klang hat, werde ich nicht warm, der breite, aber dünne Hals ist einfach nicht meins, fühlt sich für mich an, als ob man auf einem Lineal spielt. Der Dirnt ist so eine Zwischending, klingt durch Esche/ Rosewood ein bisschen anders, ist aber durch die Korpusform etwas unbequem am Unterarm.

Ein Kollege hatte mich auf Allparts Necks mit kräftigem Profil hingewiesen, und wie der Zufall es so wollte, tauchte bei den Kleinanzeigen ein Franken-P mit eben so einem Hals auf und fand seinen Weg zu mir.

Zum Abschluß habe ich mir dann einen 2. LuK im „Deacon-Look“ spendiert, bis auf die (nicht-)Farbe eine 1:1 Kopie des ersten.

Was ich für mich gelernt habe: für nen P brauche ich den 41er Hals mit fleischigem Profil, entsprechend sind die LuKs und der Franken-P meine Favoriten (und preislich sehr weit auseinander). Der 70 FSR ist dicht dran, da muß ich noch die richtigen Saiten finden. Der Dirnt sieht irgendwie cool aus. Player und Vintera könnten eigentlich weg.

Bei den J bleibt definitiv der Tokai. Der Fender steht als Backup im Ü-Raum, falls ich mal mit dem Mopped zur Probe fahre und keinen anderen transportieren kann.
 
Und um jetzt nicht den Eindruck zu erwecken, alle Kopien wären genial… ich hatte mal einen Pearl P, den hab ich letztlich verschenkt. Ich habe es nie hinbelommen, an dem eine vernünftige Saitenlage einzustellen. Vermutlich war da was am Hals verzogen, aber letztlich zu billig, um da Geld und Energie reinzustecken.

Fender hat - trotz der endlosen Re-issues- einfach nicht den Hals im Programm, den ich suche.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nachdem ich Interesse am Fretless-Spiel entwickelt hatte, hatte ich mir einen Harley Benton JB-40FL bestellt, um zu testen, ob das was für mich ist. War es, ich kam damit gut zurecht und der Bass war für den Preis erstaunlich gut, bis auf das Gewicht von 5,7 kg :eek:.
Ich habe mir dann einen teureren Fretless-Bass zugelegt. Am HB habe ich den sackschweren Body gegen einen günstigen Body von Dr. Parts getauscht. Nun ist er ca. 1,5 kg leichter und optimal als Backup-Fretless.
 
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Es stehen fast ausschließlich fendereske Instrumente bei mir, allerdings bei Bässen kein einziger Fender.
Sandberg, K.Bass, Tokai, Japan Lawsuit, Docwood, ... Ich hatte mal ein paar 70s Fender Precis, die aber alle wieder gegangen sind.
Weiß nicht, Fender zieht mich seit Jahren schon nicht mehr an.
Die Model Politik von Fender mit den immer neuen Namen für eigentlich den gleichen alten "Schei*", verstehe ich auch nicht.
Da habe ich schon seit Jahren aufgehört mich da uptodate zu halten. Es nervt schlichtweg.
 
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Angefangen mit einem billigen Pearl, muss so 1982 gewesen, später dann nach langer Pause irgendeinen Billo von Musicstore und dann am Sandberg Electra hängengeblieben. Seit Dezember letzten Jahres endlich meinen ersten echten Fender JB geholt und bin total geflasht vom Sound. Hardware Quali ist so la la, aber noch tolerabel. Einzig die noiseless Pickups mit den überstehenden Magneten ärgert mich kolossal. ich habe dann aber jemanden gefunden, der mir im 3D-Druck eine kleine Abdeckung gemacht hat. Ich frage mich aber schon, wie man auf so eine dämliche Idee kommt. Hab das Gefühl, dass ich der Einzige bin, den das nervt.
 
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Von den 4 MiM war nur der Player neu. Eigentlich ok, aber am Schluß muss dem Arbeiter wohl die Lust ausgegangen sein. Die Bohrlöcher des Pickup waren so schief, dass sich der E/A Teil komplett mit D/G verkantet hat. Konnte ich mit neuen Bohrlöchern fixen. Die Brücke war etwas zu tief, da ist jetzt eine mit Rillen drauf, die das korrigiert.

Die anderen sind gebraucht hier aus den Kleinanzeigen, da hatten die Kollegen vielleicht schon mal Hand angelegt.
 
  • #10
Hmmmm....also ich habe gleich meinen ersten Eigenbau durch Einkreuzung von leichten Spector/Steinbergerelementen vom Jazz-Bass entfernt, das Fender Original wurde dann bald wieder dem Markt zugeführt. 30 Jahre später kam dann noch mal ein 76ies Squier in 3TS für ein paar Jahre rein, der ist auch wieder weg. Aktuell ist allerdings ein Frankenstein im Haus, mit Jazzbass body aus Sumpfeschen von https://www.guitarbuild.co.uk/ und einem Classic Series 70ies Mexikaner Hals, also der mit kleinem Logo, Pau Ferro Griffbrett und Blocks und Binding. Sollte wer für den Hals einen Austausch überhaben, mit Ahorn Griffbrett, bzw. OPM Blocks und Binding, und der halbwegs von den Maßen in die Richtung Geddy gehen, bitte ich um ein Angebot ;) ich hätte den Squier nicht verkaufen sollen, der Hals war schon gar nicht schlecht.

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  • #12
Meine erste Fendercopy war ein 2010er Harley Benton HBB1975 NA Jazz Bass. Weil als Lehrling mit unter 300€ Netto, eigener Wohnung und Auto nicht mehr übrig war - für 129€ neu gekauft.
Von Setups noch keine Ahnung gehabt. An der Kopfplatte hatte ich zu der Zeit verschiedenste Pyrotechnik angebracht, daher war diese schnell ziemlich verkokelt. Mit der Bridge bin ich mal wo hängen geblieben und die Saitenreiter verbogen. Irgendwann für 60€ verkauft. 2015 kam dann der Ibanez 2609B Black Eagle Reissue. Quasi auch ein Jazz Bass. Dieser ist noch da. Ein erster richtiger Preci-Bass kam dann erst vor wenigen Jahren mit einem Nate Mendel Body und einem günstigen Kleinanzeigen Fender Neck. Dieser Neck ist jetzt auf einem Franchin Body. Einen "echten" Fender von der Stange dürfte ich noch nie besessen haben. Dann gab es noch paar Squier Bodys und Necks welche wild gewürfelt wurden und ein paar Gary Jarmans Precis welche es nur von Squier gab und einen Squier Mustang. Ich brauchte einen "kleinen" wegen Handgepäck im Flugzeug nach Argentinien. Einen Dee Dee Signatur könnte ich mir noch in der Sammlung vorstellen aber so euphorisch interessiert mich das alles auch nicht mehr.
 
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  • #13
Ich besaß zwei Pre CBS-Jazz Bässe, die habe ich Anfang Corona verkauft. An Fender-Bässen gefällt mir die Form der Bodies, das ist es auch schon. Deshalb spiele ich überwiegend PB- und JB-Clone, meinst aus Japan. Fender ist mMn maßlos überteuert. Außerdem nervt es mich, dass sie lediglich das Immergleiche in geringfügig veränderter Verpackung verkaufen. Das passt nicht zu mir. (Sinnvolle) Innovationen und Modifikationen (z.B. verschlankte Bodies) kommen seit Jahrzehnten von anderen Herstellern.
 
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