Warum eigentlich DI Boxen mit Klangregelung?

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Hi,
Mal eine, vielleicht dumme, Frage:

Warum braucht man eigentlich eine Klangregelung an einer DI Box bzw externen Preamp, der dann direkt in die PA geht?. Ich gebe normalerweise auch immer, wenn ich mit Amp spiele, mein Signal Pre EQ raus Bis jetzt wollte eigentlich jeder Techniker ob Live oder Studio ein cleanes, unverbogenes Signal. EQ wird am Mischpult gemacht und Bass wird live auf den Raum angepasst. Was sind die Vorteile, wenn ich schon ein bearbeitetes Signal raus gebe? (Ich meine damit natürlich nicht stark färbende Teile wie Ampeg* oder Sansamp etc) . Eher sowas wie z.b. EBS* Microbass, Walrus Mantle Pre etc.

Warum sollte ich beispielsweise den Bassregler stark aufdrehen, ohne zu wissen, wie es draussen klingt? Im Zweifel kann ein so "verbasteltes" Signal doch kaum mehr korrigiert werden, oder?

Danke vorab und Gruß
Lowend05
 
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Warum braucht man eigentlich eine Klangregelung an einer DI Box bzw externen Preamp, der dann direkt in die PA geht?
Vielleicht sollst du damit gar nicht in eine PA.
Eher etwas für den Einsatz beim Recording im Studio. Halt eine Mischung aus Preamp und DI-Box.
 
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Aber auch im Studio will nie einer, dass ich vorab den Klang verbiege...
 

Hi,
Mal eine, vielleicht dumme, Frage:

Warum braucht man eigentlich eine Klangregelung an einer DI Box bzw externen Preamp, der dann direkt in die PA geht?.
Das ist absolut keine dumme Frage!
Ganz im Gegenteil.

In der Regel erachte ich eine Klangregelung mittlerweile sogar als kontraproduktiv.
Zumindest dann wenn es sich um relativ klangneutrale Preamps handelt, bsp. ein EBS*, etc..

Verwendest du allerdings einen Ampeg* SCR-DI oder SGT-DI oder auch einen Mesa Walkabout kann das schon Sinn machen.
Zumindest dann wenn du einen fähigen Tontechniker hast.

Der sollte deinen speziell eingefärbten Sound erkennen und so an das Publikum weiterleiten.

Das ist allerdings eher unwahrscheinlich.
Zu schlecht sind die Tonis, die PA`s, etc..

Von daher macht es in der Tat keinen Sinn :hat:
 
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Warum sollte ich beispielsweise den Bassregler stark aufdrehen, ohne zu wissen, wie es draussen klingt? Im Zweifel kann ein so "verbasteltes" Signal doch kaum mehr korrigiert werden, oder?
Naja, im Idealfall "verbastelt" man es gleich richtig. Ggf. direkt mit einem Hoch- und Tiefpassfilter. Das spart Arbeit für den Soundmenschen und klingt auch in der Band viel aufgeräumter.
Dafür sind die erwähnten nicht-färbenden Preamps ja da.
 
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Warum sollte ich beispielsweise den Bassregler stark aufdrehen, ohne zu wissen, wie es draussen klingt? Im Zweifel kann ein so "verbasteltes" Signal doch kaum mehr korrigiert werden, oder?
Klar, ein Tech zieht dir das dann wieder raus was zu viel ist und was alles in der Produktion noch verbiegbar ist sind kaum Grenzen gesetzt. Ich habe letztens noch für einen Freund eine kleine Bassline eingespielt und er wollte einen hohlen Höfner*-ishen Sound. Hatter sich dann einfach so hingefiltert mit zwei Reonanz-Peaks, ich habe meinen Yamaha nicht mehr erkannt.
Andererseits freut sich ein Toni auch einfach über einen guten Sound an dem er nix mehr machen muss. Ich war jetzt noch nicht oft in Studios aber live als auch da wurde ich eigentlich nie explizit gefragt sondern habe angeboten und der Toni hat damit gearbeitet, beschwert hat sich noch keiner
 
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Eine DI-Box ist streng genommen nur ein Impedanzwandler, der keine Klangregelung hat/braucht. Viele Hersteller
kombinieren DI-Box und Klangregelung, da sie sowieso eine aktive Elektronik verbauen wollen.
Gute Preamp-Pedale erlauben immer noch pre/post EQ am symmetrischen Ausgang (siehe Microbass).
Die Klangregelung macht z.B> dann Sinn, wenn Du auf dem In-Ear oder sonstigen Monitor korrigieren willst.
 
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Ich habe auf meinen Boards immer einen DI direkt nach dem Input (also nach der Funkstrecke), das nackte Signal, plus eine DI nach meinen onboard-Preamps, also mit meiner Soundformung, die bei verschiedenen Stücken durchaus auch verschieden ist. So nehmen wir auch im Üraum auf, damit gibt es alle Möglichkeiten der Nachbearbeitung, FoH oder DAW.
 
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Klar, für In Ear macht es Sinn. Ich habe halt über die Jahre die Erfahrung gemacht, dass die meisten Tonis ein sauberes, unbearbeitetes Signal wollten (ich spiele zu 99,9 Prozent ohne Effekte). DI immer pre EQ. Und ich hatte auch vom Ergebnis schon alles dabei. Super Livesound bis hin zu totaler Katastrophe. Im Studio sind ja auch mittlerweile die Plugins auf so hohem Niveau, da will man ja gar nix vorher verbiegen. Allerdings macht eine gute DI schon was aus, zumindest bilde ich mir das ein ;-)
 
  • #10
Imho wirfst Du da zwei Dinge durcheinander. Eine reine DI Box hat nix, keine Klangregelung und eigentlich auch kein Gain zu haben. Ende aus.
Ein Preamp ist halt genau für die Klangformung da, der sollte unbedingt eine Klangregelung, Gain vorn und hinten haben können.
Was wohl für die Verwirrung sorgt, sind Preamps die einen eigenen DI-Out bieten. Das sind aber eben keine DI Boxen, sondern Preamps mit integrierter DI-Funktionalität.
It's that simple.
Ach ja, was für einen Sound Du dem Toni zur Verfügung stellen willst, den trockenen Bass, nur mit 'nem Comp, was ist eigentlich mit Zerre, Modulationen und sonstigen künstlerisch wichtigen Effekten... das müsst Ihr individuell aushandeln.
 
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  • #11
Das ist schon klar. Bin nicht verwirrt, zumindest nicht in dem Punkt ;-) :D
 
  • #12
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Das ist übrigens eine sehr gute DI Box für Bass, leider auch teuer. DIs sollen ja nicht klingen, diese hat aber irgendwie das gewisse Etwas. Vielleicht aber auch nur in meinem Kopf und ich bin doch verwirrt, wer weiß das schon genau.:bier:
 
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  • #13
Wie gesagt, ich finde die Diskussion lässt sich nicht so einfach auf ja/nein/vielleicht eindampfen. Wer ohnehin ein halbzentner Stressbrett mitschleppt, will doch die Ergebnisse des Stepptanz darauf auch über die PA haben, oder bin ich da völlig daneben? Im Studio könnt man ja sagen, genau und direkt trocken am Bass nehmen wir auf einer extra Spur mit. Das will doch aber keiner Live, oder?
Ich habe übrigens mit meinem Hauptbass tatsächlich direkt ins Pult immer und überall den besten Sound gehabt, da ergibt es vollkommen Sinn, den auch direkt in die DI zu stecken. Blöd, daß wir doch zwei Nummern im Programm haben, die eine Chorus, Octaver oder neuerdings auch einen Synth wollen.
 
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  • #14
Wie gesagt, ich finde die Diskussion lässt sich nicht so einfach auf ja/nein/vielleicht eindampfen. Wer ohnehin ein halbzentner Stressbrett mitschleppt, will doch die Ergebnisse des Stepptanz darauf auch über die PA haben, oder bin ich da völlig daneben? Im Studio könnt man ja sagen, genau und direkt trocken am Bass nehmen wir auf einer extra Spur mit. Das will doch aber keiner Live, oder?
Ich habe übrigens mit meinem Hauptbass tatsächlich direkt ins Pult immer und überall den besten Sound gehabt, da ergibt es vollkommen Sinn, den auch direkt in die DI zu stecken. Blöd, daß wir doch zwei Nummern im Programm haben, die eine Chorus, Octaver oder neuerdings auch einen Synth wollen.
Du kannst doch am Ende der Effektkette die D.I. hängen. Das Signal wird vom Ausgang ins Pult geschickt und vom Link/Thru (falls vorhanden) in den Amp. Dann hast Du den Amp-Sound nur auf der Bühne aber die Effekte vom Pedalboard trotzdem ans Pult gegeben.
 
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  • #15
Ich gebe normalerweise auch immer, wenn ich mit Amp spiele, mein Signal Pre EQ raus Bis jetzt wollte eigentlich jeder Techniker ob Live oder Studio ein cleanes, unverbogenes Signal. EQ wird am Mischpult gemacht und Bass wird live auf den Raum angepasst.

Naja, das eine ist was der tontechniker will,
und das andere, was ich will,
ich spreche hier vom livesound.
Zb mag ich keinen hifi-sound, sprich: krispe höhen.
Auch mag ich keinen fetten tiefbass.
Je nach räumlichkeit, dreh ich die höhen und bässe
etwas runter, und die mitten etwas rauf,
und dieses signal, post EQ, geht dann raus.
Meist weise ich den toni noch extra darauf hin,
keinesfalls die höhen und auch den bass
(von dem ist meist eh mehr als genug da -
auch dank der allgegenwärtigen subwoofer)
anzuheben.
Was im verlauf des gigs aber oft und oft dann
doch passiert, weils dem toni halt so gefällt.
Aber da ist man leider ohnmächtig.
 
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  • #16
Naja, das eine ist was der tontechniker will,
und das andere, was ich will - also welchen sound -
ich spreche hier vom livesound.
Zb mag ich keinen hifi-sound, sprich: krispe höhen.
Auch mag ich keinen fetten tiefbass.
Je nach räumlichkeit, dreh ich die höhen und bässe
etwas runter, und die mitten etwas rauf,
und dieses signal, post EQ, geht dann raus.
Meist weise ich den toni noch extra darauf hin,
keinesfalls die höhen und auch den bass
(von dem ist meist eh mehr als genug da -
auch dank der allgegenwärtigen subwoofer)
anzuheben.
Was im verlauf des gigs aber oft und oft dann
doch passiert, weils dem toni halt so gefällt.
Aber da ist man leider ohnmächtig.
Leider. Es gibt deutlich mehr schlechte Tonis, als gute. Mitten weg, Höhen weg ist meiner Erfahrung nach bei vielen Standard. Da versuche ich schon ein Signal weiterzugeben, das meinen Vorstellungen entspricht. Geht auch garnicht anders, da ich 1. immer wieder mal Effekte einstreue und 2. zwischen fretted und fretless wechsle und da grundverschiedene Sounds brauche.
 
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  • #17
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Das ist übrigens eine sehr gute DI Box für Bass, leider auch teuer. DIs sollen ja nicht klingen, diese hat aber irgendwie das gewisse Etwas. Vielleicht aber auch nur in meinem Kopf und ich bin doch verwirrt, wer weiß das schon genau.:bier:
Diese AEA-Sachen sind schon "geile Teile"...;)
wenn die DI-Box qualitativ auch nur in der "Nähe" des Preamps ist, dann muss sie gut sein..:P
 
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  • #18
Du kannst doch am Ende der Effektkette die D.I. hängen. Das Signal wird vom Ausgang ins Pult geschickt und vom Link/Thru (falls vorhanden) in den Amp. Dann hast Du den Amp-Sound nur auf der Bühne aber die Effekte vom Pedalboard trotzdem ans Pult gegeben.
Zwangsläufig. Was Du dann ablieferst wäre nach dem Eingangspost "verbastelt". Ein bisschen Bass und Höhen anheben oder absenken ist doch dagegen i.d.R. Killefick. Aber so ist das halt, man muss sich entscheiden, was es sein soll. Was imho sinnvoll ist, ist aber, irgendwo nach dem Abgriff für den Toni noch eine Klangregelung zu haben, um die Bühne korrigieren zu können, ohne dem seinen Job unnötig zu erschweren.
 
  • #19
Zwangsläufig. Was Du dann ablieferst wäre nach dem Eingangspost "verbastelt". Ein bisschen Bass und Höhen anheben oder absenken ist doch dagegen i.d.R. Killefick. Aber so ist das halt, man muss sich entscheiden, was es sein soll. Was imho sinnvoll ist, ist aber, irgendwo nach dem Abgriff für den Toni noch eine Klangregelung zu haben, um die Bühne korrigieren zu können, ohne dem seinen Job unnötig zu erschweren.
Ich sehe nicht warum das verbastelt sein soll. Wie oben beschrieben kann der Toni eh alle Frequenzen beeinflussen und wenn nicht, dann bekommt er erstmal mein verarbeitestes Signal und wenn das passt, dann ist doch alles gut. Für was habe ich denn die Effekte auf meinem Board? Zumindest der Pegel verändert sich bei meinen Einstellungen an den Effekten kaum.
Vielleicht kapier ich grad auch nicht um was es geht..
Momentan spiele ich ohne D.I. Box. Bisher waren die Techniker mit meinem Post EQ D.I. Signal vom Amp immer zufrieden. Das ich während des Gigs nicht mehr am am Amp schrauben kann, stört mich nicht. Der Bühnensound wird als erstes am Amp beim Soundcheck eingestellt, dann die Monitore. Falls ich mehr oder weniger Bass auf den Monitoren brauche, kann das der Mischer ja nachregeln (wobei ich auch schon einige Techniker hatte, die meinten ich können ruhig bischen am Amp nachregeln, er korrigiere das vorne wieder). Damit komme ich super klar.
 
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  • #20
Ich sehe nicht warum das verbastelt sein soll. Wie oben beschrieben kann der Toni eh alle Frequenzen beeinflussen und wenn nicht, dann bekommt er erstmal mein verarbeitestes Signal und wenn das passt, dann ist doch alles gut. Für was habe ich denn die Effekte auf meinem Board? Zumindest der Pegel verändert sich bei meinen Einstellungen an den Effekten kaum.
Vielleicht kapier ich grad auch nicht um was es geht..
Momentan spiele ich ohne D.I. Box. Bisher waren die Techniker mit meinem Post EQ D.I. Signal vom Amp immer zufrieden. Das ich während des Gigs nicht mehr am am Amp schrauben kann, stört mich nicht. Der Bühnensound wird als erstes am Amp beim Soundcheck eingestellt, dann die Monitore. Falls ich mehr oder weniger Bass auf den Monitoren brauche, kann das der Mischer ja nachregeln (wobei ich auch schon einige Techniker hatte, die meinten ich können ruhig bischen am Amp nachregeln, er korrigiere das vorne wieder). Damit komme ich super klar.
Das ist nicht meine Sicht, sondern die des Threadopeners. Ich meine, als Bassist sollte man dem Toni geben, was man selber für sinnvoll hält, und lediglich die Möglichkeit behalten, den Bühnensound anzupassen, ohne dem Toni sein mühsam erkämpftes Arbeitsergebnis zu verdrehen. Das spricht z.B. gegen Mikrofonierung.
 
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