Ich hatte gestern mal das Vergnügen, auf einer Probe im Mindener Jazzclub deren Backline zu benutzen...
Hartke* HA3500 (o.k. habe ich auch noch) und die berühmte VX 4x10" , quasi was das Dissen angeht das Oettinger unter den Boxen... Backported ist sie auch noch .. Kann es überhaupt schlimmer kommen? Da ich aber nun konkret keine Lust hatte, meine Diesel und den
Ampeg* in den Jazzkeller zu schleppen, zumal der Parkplatz 300m weit weg war,
habe ich meinen Yamaha kurzerhand an das Stack geklemmt.. Ich muss sagen, dass ich nach sehr kurzer Zeit einen passenden, durchsetzungsfähigen Sound mit der VX gefunden habe. Es kann durchaus sein, dass sie in einem A/B-Vergleich ohne EQ-Änderung gegen eine "amtliche" Box abstinkt, aber das sei der Sache geschuldet, dass ihr Wirkungsgrad etwas geringer ist und sie ein wenig Push im Hochmittenbereich um 2KHz gebrauchen kann. Ein kurzer Griff an den EQ, den Bereich um 2KHz etwa 6dB angehoben und das wars. Bässe ab 60Hz abwärts etwas gemildert, der Rest stand auf flat und schon hatte ich einen knackigen Sound, der nix vermissen lies. Was da an Tiefbassfundament rauskam, ist mit einer EV15L-Box nicht zu erreichen. Erinnert mich eher an die
Ampeg* 410HLF. Also durchaus 5-Saiter-tauglich. Die Lautstärke war mehr als ausreichend und ich hatte noch reichlich Reserven.
Das Gespann HA3500 und VX funktioniert.. und zwar laut und druckvoll. PA-Unterstützung war nicht nötig.
Ob diese Box jetzt aber an einem LH500 mit seiner spartanischen Klangregelung funktioniert, weiss ich nicht. DIesen Hochmittenbereich boosten kann der Amp nicht ohne Zusatz-EQ. Bei diesem Amp würde ich noch einen 1HE Rack-Equalizer im Effektweg vorschlagen, vor allem schon , um irgendwelche Unbillen der Raumakustik auszubügeln und das passive Tonstack lediglich zur musikalischen Klangformung zu nutzen. Wenn man dann noch einen EQ mit zusätzlichen Pegelregler erwischt, hat man sogar ein Master-Volume für den Amp
