Verellen Octal Röhren-Ersatz

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  • #61
Transistoramps nachformbar ist. Und ich denke, dass ein guter Gitarrenamp mit guten Lautsprechern immer noch besser klingt als eine Digitalemulation.
Ja, die sind schon ein wenig besser. Vorausgesetzt die Röhren bilden sich beim Gig grad nicht ein, mitten in meinem gefühlvollen Solo grauslich herumzukeuchen und dann sukkzessive leiser werdend den Dienst einzustellen. (Im Proberaum war dann wieder alles OK.) Deshalb haben wir jetzt nur noch Halbleiter und Kemper* auf der Bühne. Da hört man den Unterschied eh nicht und v.a. der Gitarrist klingt bei jeder Lautstärke gut. Gerade am Bass muss ich auch sagen, dass mein Transistor Bassrig 64 mehr nach Röhre klingt als mein TwoNotes LeBass - mit Röhre. Also ich kann drauf verzichten.
 
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  • #62
Ich habe auch einen Mesa WD800, Genz Benz Shuttle 902 und eine HB Bassblock 800B bei Gigs dabei bzw. zwei davon.

Mich reizt die Röhrentechnik aus technischer Sicht und natürlich auch solche Substitute wie die Octals.

Letzten Endes muss das jeder selbst entscheiden.
 
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  • #63
Kann man so sehen, Bassisten haben da wohl auch weniger Probleme als Gitarristen, da es wirklich sehr gut klingende Transistor-Bassamps gibt.

Bei Gitarristen sieht das m. E. anders aus, weil die Röhren, das Netzteil und der Ausgangstrafo stark soundformend sind und ihr Sound zwar in gewissem Umfang mit moderner Digitaltechnik, nicht aber mit Transistoramps nachformbar ist. Und ich denke, dass ein guter Gitarrenamp mit guten Lautsprechern immer noch besser klingt als eine Digitalemulation.
Guter Punkt, weil die die von dir angesprochenen Klang beeinflussenden Komponenten in der "Fachwelt" nach wie vor als solche diskutiert werden.

Wenn du dich noch erinnerst, ich hab damals als du mit deinem Werkstatt-Faden begonnen hast gleichzeitig damit begonnen meinen 70er SVT im LT-Spice nachzubauen. Je länger dein Werkstattfaden ging, desto mehr kleine "Details" und Feinheiten kamen bei meinem SVT LT-Spice Verstärker hinzu, um ein möglichst realitätsnahes Modell des SVT abbilden zu können.
Dazu gehörten unter anderem z.B. Sag des Netzteils, Eisensättigung des Ausgangsübertragers und lastabhängige Arbeitspunktverschiebung der Preamp bzw. Treiberröhren bei hoher Ausgangsleistung und und und...

Lange Rede kurzer Sinn, der LT-Spice SVT Modelling Amp verhält sich nahezu originalgetreu gleich, so wie ich das von meinem SVT in Natura auch kenne, wenn ich den auf dem Meßplatz habe.

Das für mich überraschende war allerdings, obwohl der LT-Spice SVT die gleichen "Eigenarten" zeigt wie der reale Verstärker auch, es hat klanglich eher nur wenig Einfluß. Auf jeden Fall deutlich weniger als ich damals selbst annahm, und damit auch deutlich weniger als solche "Artefakte" in der Fachwelt diskutiert und bewertet werden.

Die Frage ist und war natürlich, wo liegt der Fehler, weil im realen der SVT ja trotzdem einen typischen Röhrensound hat, nur eben nicht im Modell, obwohl es sich identisch verhält!
Der Fehler war, am rein ohmschen Widerstand betrieben sind die Artefakte zwar sichtbar und auch meßbar (THD), sie haben aber klangtechnisch nur wenig Relevanz, wenn ein Soundfile am rein ohmschen Widerstand betrieben drüber läuft!

Echter Röhrensound, so wie man ihn als solchen kennt, kommt tatsächlich erst auf, und nur dann, wenn die ganze Kiste an frequenzabhängiger reaktiver Last, sprich einer Box, betrieben wird. Und das ist eindeutig nachweisbar, Denn, betreibt man den LT-Spice SVT an der schaltungstechnischen Nachbildung einer realen Box, dann ist er plötzlich da, der Röhrensound so wie man ihn kennt, und natürlich auch erwartet.

Das hat mich damals schon alles arg stutzig gemacht. Die Fachwelt diskutiert Artefakte und bewertet deren klangliche Auswirkungen die aber so in der Realität allenfalls nur wenig bis vernachlässigbare Wirkung haben. Und ich nehme mich da auch gar nicht aus, weil ich bis dahin ähnlich dachte, sehr ähnlich argumentiert habe in solchen Diskussionen.

Man kann auch nachweisen, dass der SVT an der SVT-810er nicht nur wegen der Box anders klingt, sondern auch "innen drin" schon hörbar anders klingt, wenn er an einer geschlossenen Box spielt.

Auf der Bühne habe ich den SVT immer mit Speaker-Level DI an seinen Ausgangsklemmen abgenommen, weil mir der Klang so am besten gefallen hat der an den FOH ging. Das LT-spice Modell hat mir aufgezeigt, warum dem so ist!


Mein Plan war damals, hier auf Bassic einen Faden mit dem LT-Spice SVT aufzumachen. Idee war es, einzelne bekannte Artefakte wie eben z.B. Netzteil Sag und AÜ-Trafosättigung und THD und die antiparallelen Dioden und vieles vieles andere mehr quasi "meßtechnisch" darzustellen und die klangliche Wirkung (oder Nichtwirkung) anhand von Soundfiles zur Diskussion bereitzustellen, daneben das reale Verhalten an unterschiedlichen Boxen bzw. unterschiedlichen Impedanzgängen usw.
Der Faden wäre sicherlich ellenlang geworden, könnte vielleicht heute noch existieren und am Leben sein, es wurde aber (leider) nichts mehr draus. Der Grund waren die (persönlichen) Erfahrungswerte im leidigen Tonholzfaden. Mir gingen die ständigen Kniefieseleien und "kleinbürgerlich" anmutenden Kritiken hinsichtlich wissenschaftlich fundierter Herangehensweise (Zollner) irgendwann derart auf den Keks dass ich mir schlußendlich dachte, nein, ganz bestimmt nicht, so etwas absurdes an "Pseudodiskussion" muß ich mir selbst mit Sicherheit hier auf Bassic dann nicht auch noch antun wollen, mit einem LT-Spice SVT Faden!

Der Faden hätte durchaus arge Sprengkraft gehabt, weil er vergleichbar dem Zollner beim Tonholz hier ebenfalls vieles an geglaubter und althergebrachter "Erkenntnis und Wissen" zu Röhren und Röhrenamps grundsätzlich in Frage gestellt hätte!
 

  • #64
Guter Punkt, weil die die von dir angesprochenen Klang beeinflussenden Komponenten in der "Fachwelt" nach wie vor als solche diskutiert werden.

Wenn du dich noch erinnerst, ich hab damals als du mit deinem Werkstatt-Faden begonnen hast gleichzeitig damit begonnen meinen 70er SVT im LT-Spice nachzubauen. Je länger dein Werkstattfaden ging, desto mehr kleine "Details" und Feinheiten kamen bei meinem SVT LT-Spice Verstärker hinzu, um ein möglichst realitätsnahes Modell des SVT abbilden zu können.
Dazu gehörten unter anderem z.B. Sag des Netzteils, Eisensättigung des Ausgangsübertragers und lastabhängige Arbeitspunktverschiebung der Preamp bzw. Treiberröhren bei hoher Ausgangsleistung und und und...

Lange Rede kurzer Sinn, der LT-Spice SVT Modelling Amp verhält sich nahezu originalgetreu gleich, so wie ich das von meinem SVT in Natura auch kenne, wenn ich den auf dem Meßplatz habe.

Das für mich überraschende war allerdings, obwohl der LT-Spice SVT die gleichen "Eigenarten" zeigt wie der reale Verstärker auch, es hat klanglich eher nur wenig Einfluß. Auf jeden Fall deutlich weniger als ich damals selbst annahm, und damit auch deutlich weniger als solche "Artefakte" in der Fachwelt diskutiert und bewertet werden.

Die Frage ist und war natürlich, wo liegt der Fehler, weil im realen der SVT ja trotzdem einen typischen Röhrensound hat, nur eben nicht im Modell, obwohl es sich identisch verhält!
Der Fehler war, am rein ohmschen Widerstand betrieben sind die Artefakte zwar sichtbar und auch meßbar (THD), sie haben aber klangtechnisch nur wenig Relevanz, wenn ein Soundfile am rein ohmschen Widerstand betrieben drüber läuft!

Echter Röhrensound, so wie man ihn als solchen kennt, kommt tatsächlich erst auf, und nur dann, wenn die ganze Kiste an frequenzabhängiger reaktiver Last, sprich einer Box, betrieben wird. Und das ist eindeutig nachweisbar, Denn, betreibt man den LT-Spice SVT an der schaltungstechnischen Nachbildung einer realen Box, dann ist er plötzlich da, der Röhrensound so wie man ihn kennt, und natürlich auch erwartet.

Das hat mich damals schon alles arg stutzig gemacht. Die Fachwelt diskutiert Artefakte und bewertet deren klangliche Auswirkungen die aber so in der Realität allenfalls nur wenig bis vernachlässigbare Wirkung haben. Und ich nehme mich da auch gar nicht aus, weil ich bis dahin ähnlich dachte, sehr ähnlich argumentiert habe in solchen Diskussionen.

Man kann auch nachweisen, dass der SVT an der SVT-810er nicht nur wegen der Box anders klingt, sondern auch "innen drin" schon hörbar anders klingt, wenn er an einer geschlossenen Box spielt.

Auf der Bühne habe ich den SVT immer mit Speaker-Level DI an seinen Ausgangsklemmen abgenommen, weil mir der Klang so am besten gefallen hat der an den FOH ging. Das LT-spice Modell hat mir aufgezeigt, warum dem so ist!


Mein Plan war damals, hier auf Bassic einen Faden mit dem LT-Spice SVT aufzumachen. Idee war es, einzelne bekannte Artefakte wie eben z.B. Netzteil Sag und AÜ-Trafosättigung und THD und die antiparallelen Dioden und vieles vieles andere mehr quasi "meßtechnisch" darzustellen und die klangliche Wirkung (oder Nichtwirkung) anhand von Soundfiles zur Diskussion bereitzustellen, daneben das reale Verhalten an unterschiedlichen Boxen bzw. unterschiedlichen Impedanzgängen usw.
Der Faden wäre sicherlich ellenlang geworden, könnte vielleicht heute noch existieren und am Leben sein, es wurde aber (leider) nichts mehr draus. Der Grund waren die (persönlichen) Erfahrungswerte im leidigen Tonholzfaden. Mir gingen die ständigen Kniefieseleien und "kleinbürgerlich" anmutenden Kritiken hinsichtlich wissenschaftlich fundierter Herangehensweise (Zollner) irgendwann derart auf den Keks dass ich mir schlußendlich dachte, nein, ganz bestimmt nicht, so etwas absurdes an "Pseudodiskussion" muß ich mir selbst mit Sicherheit hier auf Bassic dann nicht auch noch antun wollen, mit einem LT-Spice SVT Faden!

Der Faden hätte durchaus arge Sprengkraft gehabt, weil er vergleichbar dem Zollner beim Tonholz hier ebenfalls vieles an geglaubter und althergebrachter "Erkenntnis und Wissen" zu Röhren und Röhrenamps grundsätzlich in Frage gestellt hätte!
Ein geiler Thread...lese mit großem Interesse.
Aber hier muß ich dir wiedersprechen.
Deine "Forschungen" sind, obwohl ohne sissenschaftkichen Anspruch, meiner Meinung nach umfassender als die von Zollner.
Du bist bis ans ende gefangen...zur Box.
Der Zollner hat die Saiten gestreichelt und dann aufgehört.
Es gibt mehrere Arten von dynamischem Spiel.
Lautstärke und Klang.
Nun kommt aber dazu, klangliche dynamik kann man bei e instrumenten eben auch mit amos und effekten erzielen und viele sind eben effektiv im Umgang mit ihrer Kraft und streicheln eben nur die Saiten um sich musikalisch auszuleben.
Die wahrheit liegt aber tiefer.
Und genau da kann man auch den Bogen zum Rohrenamp spannen.
Ein dynamisch ausgespieltes Instrument an einem entsprechendem Amp ist eine ganz besondere Freude.
Manchmal frag ich mich warum es Menschen gibt, die das wegdiskutieren wollen.
Ein "ich brauch das nicht" wäre ebenso ausreichend und hätte keinen Universalitätsanspruch.
 
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  • #65
Es gibt mehrere Arten von dynamischem Spiel.
Lautstärke und Klang.
Richtig, und genau das war eben das Ziel, zu zeigen, wie wirken die Artefakte wie eben der THD den man ja messen kann, auf den Klang wenn reales Musikprogramm (sprich der Bass) drüber läuft!

Einen kleinen Haken hat es natürlich, sich Musikprogramm anhören ist etwas anders zu bewerten als wenn man selbst das Instrument in Händen hält. Allerdings waren die "Ergebnisse" in Summe derart deutlich und drastisch, dass man dies vernachlässigen kann.

Mir ist gerade wieder eingefallen, im Tonholzfaden hatte ich irgendwo erwähnt, dass ich eben vorhatte den LT-Spice SVT Faden aufzumachen, worum es geht, z.B. dass man streng genommen einer "nackten" Röhre oder Pentode ohne Schaltung drum herum längst keinen Klang zuschreiben kann, so wie das in der Werbung ständig geschieht. Eine "nackte" Röhre hat keinerlei Klang oder Klangcharakteristik, den man ihr zuschreiben könnte. In der Werbung wird es dennoch getan, und auch die "Fachwelt" diskutiert diesen, anhand potentiell unterschiedlicher THD oder Sättigungsverhalten usw..
Es verfehlt weit das Thema, warum unterschiedliche Röhren (Pentoden) zuweilen hörbar unterschiedlich klingen (können).

Im Tonholzfaden wurde mir bereits angedroht, ich müsse mich darauf gefasst machen, dass mir "unliebsamer Gegenwind" entgegenblasen wird (diplomatisch ausgedrückt).

Über sachliche Kritik hätte ich mich gefreut, und sogar erwartet. Und ich hätte an der ein oder anderen Stelle, angeregt durch sachlich formulierte und fundierte Kritik, sicherlich selbst noch dazulernen können.
Nur, wenn einem im Vorfeld schon der "offene Kampf bis aufs Messer" angedroht wird, noch bevor man überhaupt begonnen hat, nein Danke!

Zurück zum Thema Octals, und der Sound wie er von Nutzern beschrieben wird.
Soundeindrücke sind naturgemäß schwierig in Worte zu fassen. Ich denke aber im "Tenor" zu lesen, eine gewisse Mehrheit spricht von etwas mehr Fokus in den Mitten, und leicht verminderte Höhenanteile im Vergleich zu "Tube".

Das würde zu einem (mit den Octals) dann merkbar verminderten dynamischen Ri an den Ausgangsklemmen des Verstärkers passen.
Am rein ohmschen Widerstand betrieben (und mit Speaker Level DI abgenommen) würde es dagegen keinen klanglichen Unterschied aufgrund dynamischen Ri geben können.
 
  • #66
Das würde zu einem (mit den Octals) dann merkbar verminderten dynamischen Ri an den Ausgangsklemmen des Verstärkers passen.
Am rein ohmschen Widerstand betrieben (und mit Speaker Level DI abgenommen) würde es dagegen keinen klanglichen Unterschied aufgrund dynamischen Ri geben können.
edit meint noch, @cfortner
außer dem Zeitaufwand, was spräche dagegen, den Verstärker Ri beginnend vom Kleinsignalverhalten 1 Watt bis ca. max Ausgangsleistung für Tube vers. SS meßtechnisch (Ohmscher Widerstand) zu ermitteln?
 
  • #67
Wie macht man das?

Ben Verellen hat mir übrigens geschrieben, dass die Grenztemperatur 150 Grad C und die maximale Verlustleistung gekühlt mit 300W. Das ist 5-6x soviel wie eine KT88/6550.
 
  • #68
Richtig, und genau das war eben das Ziel, zu zeigen, wie wirken die Artefakte wie eben der THD den man ja messen kann, auf den Klang wenn reales Musikprogramm (sprich der Bass) drüber läuft!

Einen kleinen Haken hat es natürlich, sich Musikprogramm anhören ist etwas anders zu bewerten als wenn man selbst das Instrument in Händen hält. Allerdings waren die "Ergebnisse" in Summe derart deutlich und drastisch, dass man dies vernachlässigen kann.

Mir ist gerade wieder eingefallen, im Tonholzfaden hatte ich irgendwo erwähnt, dass ich eben vorhatte den LT-Spice SVT Faden aufzumachen, worum es geht, z.B. dass man streng genommen einer "nackten" Röhre oder Pentode ohne Schaltung drum herum längst keinen Klang zuschreiben kann, so wie das in der Werbung ständig geschieht. Eine "nackte" Röhre hat keinerlei Klang oder Klangcharakteristik, den man ihr zuschreiben könnte. In der Werbung wird es dennoch getan, und auch die "Fachwelt" diskutiert diesen, anhand potentiell unterschiedlicher THD oder Sättigungsverhalten usw..
Es verfehlt weit das Thema, warum unterschiedliche Röhren (Pentoden) zuweilen hörbar unterschiedlich klingen (können).

Im Tonholzfaden wurde mir bereits angedroht, ich müsse mich darauf gefasst machen, dass mir "unliebsamer Gegenwind" entgegenblasen wird (diplomatisch ausgedrückt).

Über sachliche Kritik hätte ich mich gefreut, und sogar erwartet. Und ich hätte an der ein oder anderen Stelle, angeregt durch sachlich formulierte und fundierte Kritik, sicherlich selbst noch dazulernen können.
Nur, wenn einem im Vorfeld schon der "offene Kampf bis aufs Messer" angedroht wird, noch bevor man überhaupt begonnen hat, nein Danke!

Zurück zum Thema Octals, und der Sound wie er von Nutzern beschrieben wird.
Soundeindrücke sind naturgemäß schwierig in Worte zu fassen. Ich denke aber im "Tenor" zu lesen, eine gewisse Mehrheit spricht von etwas mehr Fokus in den Mitten, und leicht verminderte Höhenanteile im Vergleich zu "Tube".

Das würde zu einem (mit den Octals) dann merkbar verminderten dynamischen Ri an den Ausgangsklemmen des Verstärkers passen.
Am rein ohmschen Widerstand betrieben (und mit Speaker Level DI abgenommen) würde es dagegen keinen klanglichen Unterschied aufgrund dynamischen Ri geben können.
Das ist ähnlich wie in der Tonholzabteilung.
Wer keinen unterschied merkt beim spielen, dem isses halt egal.
Aber es wird halt gern ein Fass aufgemacht.
 
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  • #69
Wie macht man das?
Ach so, an sich recht einfach, durch Veränderung des angeschlossenen Widerstands, während alles andere an Einstellungen unverändert bleibt.
Als Beispiel:
Angenommen du stellst an 4 Ohm (Z1) eine Ausgangsleistung von 10 Watt ein, dann zeigt dein Voltmeter eine Spannung U1 = 6,325 Vrms, und
es fließt ein Strom I1 = 1,581 Ampere (entweder ausrechnen, oder mit Stromzange bei hinreichender Auflösung).

Dann den Widerstand verändern (Z2) beispielsweise 16 Ohm parallel zu den 4 Ohm schalten (sind dann 3,2 Ohm Summe) und Spannung am Voltmeter erneut ablesen (U2).

Angenommen der Verstärker Innenwiderstand Ri sei 2 Ohm, dann verringert sich die Verstärker Ausgangsspannung und am Voltmeter stehen jetzt U2 = 5,839 Vrms.
Es fließt nun ein Strom I2 = 1,825 Ampere (ausrechnen oder Stromzange).

die Formel für Ri lautet:

Ri = d(U)/d(I) = (U1 - U2) / (I2 - I1)

Geht natürlich auch ohne Strom:

Ri = (U1 - U2) / (U2/Z2 - U1/Z1)

Je kleiner der Innenwiderstand, desto geringer die messbaren Differenzen die sich durch Laständerung ergeben. Mit dem Fluke das du hast, es sollte kein Problem darstellen, auch nicht mit den Octals nicht, falls deren Innenwiderstand übermäßig klein ausfallen sollte.
Eventuell bei den Octals vielleicht statt 16 Ohm nur 8 Ohm parallel und damit dann nur bis 1/4 der max. Leistung (halber Spannungshub) aussteuern.
 
  • #70
Das ist ähnlich wie in der Tonholzabteilung.
Nein, ist es nicht. Weil hier in dem Fall mit den Röhren (Röhrenverstärkern) den Meßdaten und Meßkurven eindeutige hörbare Klangattribute zugeschrieben und als solche auch "klanglich" benannt bzw. akribisch analysiert, bewertet und diskutiert werden, so zumindest in der Fachwelt, sei es als Hörer im Bereich HiFi, oder als Spieler eines Instruments eben mit Röhren bzw. Verstärkern.
So gesehen, im direkten Vergleich zur "Tonholzabteilung" ist es hier genau anders rum, weil man eben "denkt", man hätte weitgehend adequate Meßmethoden und darüber hinaus "Erklärungen" zu Hand, mit denen sich Röhrenklang sowohl qualitativ und auch quantitativ beschreiben lassen könnte.
Während in der Tonholzabteilung der Tenor vorherrscht, es gibt keine geeignete Methode um hier überhaupt etwas greifbares oder sinnvolles messen zu können, in der Röhrenabteilung wird Tag für Tag gemessen, alles mögliche, und die "klanglichen" Schlüsse daraus gezogen und diskutiert. Nicht nur in der Röhrenabteilung, allgemein im Verstärkerbau ist das so, wenn man so will...
 
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  • #71
Ben Verellen hat mir übrigens geschrieben, dass die Grenztemperatur 150 Grad C und die maximale Verlustleistung gekühlt mit 300W. Das ist 5-6x soviel wie eine KT88/6550.
Die Glaskolben bei Röhre können durchaus über 200 Grad heiß werden, unter Vollast betrieben. Die Anoden Verlustleitung der 6550 liegt bei:
- 35 Watt Maximum Design Rating
und
- 42 Watt Maximum Limiting Rating

Wobei mir da gerade einfällt, GE hat die Röhren seinerzeit für gewöhnlich mit dem Maximum Limiting Rating vermarktet. Die anderen Hersteller dagegen mit Maximum Design Rating für die Anoden Verlustleistung.
Wie und warum auch immer, die GE Röhren haben sich als die "robusteren" bzw. leistungsmäßig höher belastbaren Röhren in der Fach- und Expertenwelt etablieren können. Man liest immer wieder (zumindest damals) von "superior thermal robustness" gegenüber die Produkte der Konkurrenten, und es werden für gewöhnlich die 42 Watt Anodenverlustleistung als "durchaus plausibles" Argument genannt!

Mir wurden die GE 6550 von einem Röhrenverstärker Guru (Namen vergessen, aber durchaus bekannte Hausnummer in DE damals) ebenfalls "wärmstens" empfohlen aufgrund der besseren Anodenverlustleitung gegenüber anderen Marken. Ich hab die Röhren immer noch, teilweise sogar so gut wie unbenutzt, ergo echter NOS. Mehr Anodenverlustleistung als die 6550 anderer Marken haben die allerdings leider(?) trotzdem nicht, der namhafte Röhrenexpertenguru war einfach nur auf dem falschen (Marketing-)Dampfer unterwegs...

Ich denke und befürchte, die 300 Watt Verlustleistung für die Octals, da steckt ne Null zu viel in der Angabe drin.
Die Dinger haben ja Kühlrippen, und wenn man das nur ganz grob von der Größe her übern Daumen durchpeilt, die können bei 150 Grad keine 300 Watt in Form von Konfektion bei eher gewöhnlicher "Zwangskühlung" mittels Lüfter abgeben, dafür sind die einfach zu klein.
 
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  • #72
Nein, ist es nicht. Weil hier in dem Fall mit den Röhren (Röhrenverstärkern) den Meßdaten und Meßkurven eindeutige hörbare Klangattribute zugeschrieben und als solche auch "klanglich" benannt bzw. akribisch analysiert, bewertet und diskutiert werden, so zumindest in der Fachwelt, sei es als Hörer im Bereich HiFi, oder als Spieler eines Instruments eben mit Röhren bzw. Verstärkern.
So gesehen, im direkten Vergleich zur "Tonholzabteilung" ist es hier genau anders rum, weil man eben "denkt", man hätte weitgehend adequate Meßmethoden und darüber hinaus "Erklärungen" zu Hand, mit denen sich Röhrenklang sowohl qualitativ und auch quantitativ beschreiben lassen könnte.
Während in der Tonholzabteilung der Tenor vorherrscht, es gibt keine geeignete Methode um hier überhaupt etwas greifbares oder sinnvolles messen zu können, in der Röhrenabteilung wird Tag für Tag gemessen, alles mögliche, und die "klanglichen" Schlüsse daraus gezogen und diskutiert. Nicht nur in der Röhrenabteilung, allgemein im Verstärkerbau ist das so, wenn man so will...
S ging mir um den Gegenwind du Heini.
 
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  • #73
@E-A-D-G neben den Wissenschaftlern gibt es aber auch in der Audioverstärkerabteilung einige Schlangenölverkäufer. Es ist halt wie überall im Leben. Schön können wir hier fundierte, konstruktive Gespräche über Verstärker führen.
 
  • #74
@E-A-D-G neben den Wissenschaftlern gibt es aber auch in der Audioverstärkerabteilung einige Schlangenölverkäufer.
Nur einige? Wenn man in einen HiFi Audioladen geht, um sich einen Verstärker der was "taugt" zu kaufen, ich glaube eher nicht, dass man es schafft mit gewöhnlichem 230VAC Kaltgerätestecker für den Verstärker aus dem Laden wieder hinaus zu gelangen.
Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mit etwas deutlich "wertigerem" für die 230V Stromstrippe nach Hause kommt, wenn man schon schlaffe 3.499,- für den Verstärker bereit war hinzulegen.
 
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  • #75
Nur einige? Wenn man in einen HiFi Audioladen geht, um sich einen Verstärker der was "taugt" zu kaufen, ich glaube eher nicht, dass man es schafft mit gewöhnlichem 230VAC Kaltgerätestecker für den Verstärker aus dem Laden wieder hinaus zu gelangen.
Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mit etwas deutlich "wertigerem" für die 230V Stromstrippe nach Hause kommt, wenn man schon schlaffe 3.499,- für den Verstärker bereit war hinzulegen.
Die Verkaufsargumente
- die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied
- Flaschenhalsprinzip
funktionieren nach wie vor hervorragend, obwohl man ihnen bei genauer Betrachtung keine generelle Gültigkeit zusprechen kann und darf. Setzt sich aber in den Köpfen derart fest, man findet hier auf Bassic von Musikern massenhaft gleichlautende Argumente die das 1:1 zitieren.

Klang als solches kann man nicht messen, zumindest nicht, wenn es um Klang innerhalb Kunst geht. Bei Instrumentenkabeln wird es generell schwierig, ohne sehr teure Meßvorrichtungen überhaupt noch etwas zu messen, den Kapazitätsbelag mal ausgenommen.
Die Übergänge zwischen "brauchbaren" handelsüblichen Kabeln und und solchen mit Snakeoil veredelten Kabelstrippen sind fließend.
Und auch der Berufsmusiker macht sich gelegentlich Gedanken, welche Batchkabel ergeben das beste Ergebnis für die Arbeit im Studio, um dort eine Einspielung für alle Ewigkeiten zu hinterlegen.

Erinnert ihr euch noch, Member Hen's Batchkabel Einspielungen, bei denen er von billig bis sehr teuer vier unterschiedliche Batchkabel am Start hatte. Seine Einspielungen konnte man hier originalgetreu 1:1 anhören, ohne nachteilige Beeinflussung von Datenkomprimierung so wie auf YT und/oder Soundcloud üblich.
Nach langem Ratespiel welches Kabel ist welches die Auflösung, und die war für viele dann doch überraschend und ernüchternd zugleich!
 
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  • #76
Einen hab ich noch, bei dem ich mich (mehr oder weniger) quasi in die Nesseln gesetzt habe, bei dem es ebenfalls um Messungen geht, und die hörbare Auswirkung auf den resultierenden Klang.
Der legendäre HAZLAB 9V Onboard Preamp.

Gleich vorweg, ich finde es gut, dass es die ein oder andere kleine Schmiede gibt (zumeist als One Man Show), die den Preamp nachbaut, und für bezahlbares Geld der Bassistenwelt anbietet. Das USA Original ist im freien Handel nicht erhältlich, war es zwar mal, aber zu einem VK der vermuten lassen konnte, mindestens die Platine war bzw. ist Schlangenöl imprägniert.

In den USA, und ihr wisst sicherlich wen ich meine, hat sich einer ernst gemeinte Gedanken über die Frage gemacht, was ist im Kern die Ursache die diesen legendären Sound des Preamp auslöst bzw. bewirkt.
Verglichen wurden von ihm wurden unterschiedliche OP-Amps mit der Methode der THD-Messung. Das Ergebnis, der OP-Amp der im Original verbaut ist sei in der Lage, insbesondere wenn der Preamp "when driven hard" besseren Anteil k2 (röhrentypische 2nd Oder Harmonic) zu produzieren, gegenüber anderen OP-Amp der beispielsweise in Vintage Fernost Kopien des Preamp zum Einsatz kommt.
Nur, der gemessene klangliche Vorteil wurde für THD-Anteile im Bereich von -60dB ermittelt. Und es stimmt tatsächlich, der Original OP-Amp im USA Preamp hat hier Nase etwas vorn.
Allerdings muß man sich hier bereits vor Augen halten, mit -60dB bewegt man sich bereits in einem Bereich, der dem Dynamikbereich von sauteuren Nobelhobel Schallplattenspielern aus dem Vintage Vinylzeitalter mindestens gerecht wird.

Und, klingelts?
Ich weiss nicht, ob bezogen auf dem OP-Amp und den THD Messungen aus "fachlicher Unwissenheit" heraus diese klangliche Interpretation entstanden ist, oder aus Marketinggründen dem potentiellen Kunden gegenüber.
So oder so, es ist geeignet dem gemessenen THD mindestens "gewagte" Klangattribute zuzuschreiben, die er so definitiv nicht haben kann! Auf jeden Falls ist es geeignet, beim Leser der schon mal etwas von THD gehört hat, und das Dingen mit dem harmonisch klingenden "Röhrenklirr" eine zumindest vage klangliche Vorstellung im Kopf zu triggern, was dieser THD von -60dB bei leichter Bevorzugung k2 (röhrentypisch) bewirkt, wenn der Preamp im Bass eingebaut wird!

Ich musste mir hier auf Bassic so einiges an harscher Kritik anhören, als ich versuchte aufzuklären, die Messungen geben das so nicht her als Ursache, warum der Preamp so klingt wie er eben klingt, insbesondere "when driven hard".
Einerseits wurde mir vorgeworfen, ich würde für den unbedarften Laien mit nicht verständlichem -60dB Geschwafel sowieso unverständliches Fachchinesisch reden, das niemandem interessiert, andererseits war es aber gerade der Hersteller selbst, der damit ja versuchte klanglich zu punkten, zu vermarkten, mit seinem Argument der THD Messungen und deren klanglicher Wirkung.

Am Ende stand ich dann da, wie ein Neider und Nörgler und Nerd der die Arbeit anderer madig macht, wie in den Dreck zieht weil er vielleicht den Erfolg nicht gönnt!
 
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  • #77
Zurück zu den Octals. Günstig sind die wahrlich nicht, bei einem aufgerufenen Preis von 299,- Yankee Dollar pro Pärchen.
Der Kolben mit seinen Kühlrippen besteht aus Metall, vermutlich das gleiche oder zumindest vergleichbares Material (Alu) so wie bei handelsüblichen Kühlkörpern auch. Ich denke nicht, dass die aus dem vollen geschnitzt werden, sondern 3D-Druck Verfahren.

Ich hab ehrlich gesagt keine konkrete Vorstellung, was so etwas in Kleinserie gefertigt pro Stück dann kostet. Außer dass 3D-Druck mit Metallen nicht gerade eben billig ist. Hat von euch jemand Erfahrungen oder Kenntnis, wie viel man im groben für so etwas veranschlagen darf, bei Kleinserienfertigung sagen wir mal so um die 500 Stück?
Für 3,- das Stück wird es nicht zu bekommen sein, ob 30,- für 3D-Druck Fertigungskosten pro Kolben dann eher hinkommt (Bauchgefühlschätzung), ich weiss es nicht wirklich...

Die AMT 12AX7 Warm Stone lag, so weit ich mich noch richtig erinnere, bei etwas über 40,- VK hier in DE, damals grob Faktor 3 bis 4 im Vergleich zur echten Röhre, bevor die Preise für Röhren dann sowieso generell in die Höhe gingen.
 
  • #78
Wie auch immer, ich habe den VA350 zu Ende gebaut.

2. Lüfter rein (5V an 3,9V aus der Heizspannung):
IMG_2934.webp


Über die untere Röhrenvorstufe bringt er gut 400W bei 12% THD:

IMG_2936.webp


Über den Transistor-Preamp weniger Klirr (die Röhrenvorstufe hat bei 5W schon ca. 3%):

IMG_2938.webp


Und so sieht das gute Stück jetzt aus, Schwarzlicht inbegriffen:

IMG_2935.webp


Halt wie vorher 🤗

Den 115V-Lüfter habe ich ja gegen einen leiseren getauscht, der ist zusammen mit dem Noctua in der leiseren Schalterstufe wirklich akzeptabel, in der Hi-Stellung wird er lauter, immer noch deutlich (!) leiser als die Schüssel vorher.

Jetzt muss ich mal den Hexa Valve, den VA350 und meinen Hiwatt-Clone ForWatt 300 in den Übungsraum schleppen und anhören. Uff.
 
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  • #79
Und das wären dann die 1-3 km Stromkabel in der Wohnung, der Straße bis zum nächsten Trafo...

- die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied

Gab's vor langen Jahren in der tools4music mal nen ausführlichen Test.
Ich erinnere gut die Monsterkabel, die elektrisch nicht so gut wie einige andere waren, mechanisch aber grottig.

Instrumentenkabeln wird es generell schwierig, ohne sehr teure Meßvorrichtungen überhaupt noch etwas zu messen, den Kapazitätsbelag mal ausgenommen.
Die Übergänge zwischen "brauchbaren" handelsüblichen Kabeln und und solchen mit Snakeoil veredelten Kabelstrippen sind fließend.
Und auch der Berufsmusiker macht sich gelegentlich Gedanken, welche Batchkabel ergeben das beste Ergebnis für die Arbeit im Studio, um dort eine Einspielung für alle Ewigkeiten zu hinterlegen.

Erinnert ihr euch noch, Member Hen's Batchkabel Einspielungen, bei denen er von billig bis sehr teuer vier unterschiedliche Batchkabel am Start hatte. Seine Einspielungen konnte man hier originalgetreu 1:1 anhören, ohne nachteilige Beeinflussung von Datenkomprimierung so wie auf YT und/oder Soundcloud üblich.
Nach langem Ratespiel welches Kabel ist welches die Auflösung, und die war für viele dann doch überraschend und ernüchternd zugleich!
 
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