Bass-Preamp selbst bauen mit Gehäuse und Platine

  • #1.321
Okay, also: bei beiden Pedalen (VTBass und ParaDriver) gibt es ein Mittenband, das vor der Gainstufe sitzt und damit den Charakter des Drivesounds stark beeinflusst (beim Para logischerweise sogar parametrisch, beim VTBass ist das der Character-Regler). Nun ist es aber so, dass der Paradriver in seinem Sansamp Emulation Circuit einen krassen Midscopp bei etwa 500hz hat, den ich tolerieren muss, wenn ich den Mittenregler dazu verwenden will, wo anders Mitten zu pushen (oder zu cutten) und den Drive Sound zu formen. Beim VTBass gibt es zwar keinen eingebackenen Midscoop (wiebeim Paradriver oder beim Bassdriver) und man kann den Midboost oder Midcut des Character-Reglers Post Gain wunderbar mit dem normalen Mittenregler ausgleichen (wenn man das möchte), aber die Kernfrequenzen sind halt fix. Genial fände ich eine Kombination beider Prinzipien (Para-Mitten vor dem Drive, mindestens fixe Mitten nach dem Drive) mit ein paar basstauglichen Add-Ons, wofür halt Platz ist und was andere UserInnen sinnvoll und praxisnah fänden. Das könnte zB sein:

-Blendregler
-fixer oder regelbarer LPF für das Drive Signal in post
-möglicherweise noch mehr Filterspielereien mit pre gain HPF für Drive und LPF fürs parallele Cleansignal
-verschiedene Clippingoptionen
-zusätzlich Bass und Treble EQ oder zumindest ein TiltEQ für das fertige Signal

Die grundsätzliche Art des Drivecharakters bzw der Röhrenemulation finde ich bei beiden Pedalen ziemlich genial. Ich weiß aber nicht, ob das FET-basiert ist oder sonst irgendwas. Aber das ließe sich bestimmt herausfinden.
Was meint ihr?

EDIT: Die Filtersachen oben erwähnt finde ich bei den Genzler Drive-Pedalen zum beispiel einmalig genial gelöst. wunschlos glücklich wäre ich da, wenn das clean signal schaltbar oder regelbar nur als sub dazumischbar wäre.
 
  • Like
Reaktionen: gillento

  • #1.323
  • Like
Reaktionen: Ray Mahogany

  • #1.324
mein Traum:

eine Mischung aus Preamp (FET-basiert für bißchen "Schmutz", wenn gekitzelt), Einknopf-Kompressor (VCA-basiert mit soft/hard-Knee-Schalter), Einknopf-Tilt-EQ (mit extra Schaltern: Bass Boost, Treble Boost und Mid-Shape/Badewanne). Idealerweise hätte der also 4 Knöppe (Gain, Comp, Tilt-EQ und Master) sowie 6 Schalter (Gain Hi/Lo, Comp Knee, BassBoost, TrebleBoost , Mid Shape und dazu ein Schalter, der den Comp vor oder nach den EQ schaltet). Dazu noch ein symm. Output und evtl. DI-Out.

Ich würde das in einem 19" Gehäuse vorziehen oder gerne auch 9,5", als Bodentreter aber auch okay (Fußschalter braucht es m.E. keinen, da es ja ein "always-on" Preamp sein soll).
 
  • Like
Reaktionen: FooVines
  • #1.326
Mmmm, sieht nicht sooo wild aus und sollte machbar sein. Wäre ein interessantes Projekt. Sind zwar recht viele Knöppe, aber...
Der M-Pulse ist deutlich komplexer.


Das sind Spulen. Habe vor längerer Zeit mal welche bei TAD geordert
Vielleicht ist ja der walkabout noch interessant?
 
  • Like
Reaktionen: gillento
  • #1.327
vielleicht mehrere teile (zb. Ne, comp, vong etc pp) in ein 19'' teil packen. irgendwein member hat das mal vor langer zeit gemacht. ich fand das rattenscharf....
 
  • #1.328

Hmmmm. Da fällt mir ein . . . ich finde den guten alten Orange Squeezer recht sympatisch. Hat seine ganz eigene lebendige Action, die man mögen muss. Klaut unten halt zu viel Power.
Der könnte mit Blend-Knob aber wirklich ein ziemlich brauchbarer Funky-Kompressor sein.

Meine Traum-Config wäre ein 4 Knopf OS:
  1. Bias
    Eh mittlerweile Standard den nicht mehr im Gehäuse zu verstecken
  2. Highpass Filter in der Sidechain
    Ein Hack den ich mir mal selber ausgedacht habe und der für mich wirklich toll funktioniert. Ich hab in meinem Hack zwischen R10 und D1 (siehe angehängter Plan). Zwei schaltbare Kondensatoren gehängt. Der größere der beiden lässt einfach die E-Saite freier atmen und man hat mehr Punch (IMHO viel besser, effektiver und weniger verändernd als das was da draußen als "Bass Mod" herum geistert) Der kleinere lässt den OS viel weniger (auffällig) komprimieren und zu einem dreckigen "In your face" Boost werden.
    Wahrscheinlich könnte man mit dem kleineren Kondensator und einem parallelen regelbaren Widerstand eine gute Bandbreite abdecken.
    (Der OS ist momentan beim Gitarristen. Aber bei Bedarf könnte ich mal die Werte ermitteln. Ich glaube es waren beides Elkos. So viel zur Größenordnung . . . )
  3. Clean Blend
    Wäre mir nur wichtig dass der wirklich WIRKLICH clean ist. Lehle-mäßig super sauber clean. Ich liebe zB meinen Darkglass* Hyperluminal. Aber ganz auf Clean meine ich zu hören, dass er zB die ganz tiefen Bässe ein wenig beschneidet und finde das schade. Beim OS (der von sich aus eh auch schon wenig rotzt und färbt) wäre das super wenn man zum Beimischen die vollkommen ungezähmten Transienten hätte. Intern mit 18v und so.
  4. Volume
    Jetzt wo ich darüber nachdenke wahrscheinlich nicht mal Master-Volume sondern nur Comp-Volume und der Clean Kanal macht genau Unity Gain. Hab ich beim Guma Drive am Anfang gehasst. Aber mittlerweile find ich es viel besser einzustellen (bzw dann in der Form auch über den Blendregler zu schnell zu dosieren)

Per Definition / Funktionsweise macht der OS beim Komprimieren den Eingang recht niederohmig (wenn ich die Funktion richtig verstanden habe). Man bräuchte es wohl für den Clean-Blend sowieso aber ich würde dem ein Hinblick auf passive Bässe einen Buffer vorschalten.

Unter Umständen noch eine Absenkung des Eingangspegels. IMHO schaltbar (0db, -6db, -12db). Würde kein Poti nehmen. Das interagiert kompliziert mit dem Bias und wäre verwirrend einzustellen.

Das wäre mein Vorschlag.
 

Anhänge

  • os.webp
    os.webp
    38,3 KB · Aufrufe: 32
Zuletzt bearbeitet:
  • #1.329
nee, halte den Blend Knopf ohnehin für wertlos bei den meisten Comps. entweder Comp oder nix, irgendetwas reingeregeltes bringt doch nix. Die Klassiker haben das alle nicht und brauchten es auch nicht.

Der Knopf soll den Kompressionsgrad regeln und die Schaltung dabei die anderen, sonst üblichen Comp-Parameter in Abhängigkeit vom Grad anpassen.
 
  • #1.330
Ich würde ganz gerne einen Lo/HiPass-Filter ála Vong bauen. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, welche Features des Vongs man übernehmen sollte und welche man auch bleiben lassen könnte. Die Notwendigkeit, den LPF per Fußschalter switchen zu können, den HPF aber nur per Taster, hat sich mir in meinem Anwendungsbereich nie so wirklich erschlossen. Den DI-Out habe ich auch nie benötigt.

Ich persönlich fände es ganz interessant, den "Letztes Pedal in der Kette" Gedanken des Vong noch etwas mehr auszuarbeiten, und zwar mit einer Mischung des Broughton RFE und des Vong.
High- und Low Pass, was als analoge Boxensimulation herhalten kann, plus parametrische "Mitten". Und zwar so aufgebaut wie beim EBS* MicroBass II, wo der Regler zum Notchfilter wird, wenn man ihn auf Vollanschlag dreht. Dann würde die DI darin auch mehr Sinn machen.
  • Hin und wieder setze ich mich an ein sehr altes Projekt eines LoVolt Röhren-Overdrives. So richtig zufrieden bin ich aber immer noch nicht, dass es sich lohnen würde, eine PCB zu entwerfen.

Den fände ich auch RICHTIG interessant :-)
 
  • Like
Reaktionen: FooVines und Bassman1788
  • #1.331
nee, halte den Blend Knopf ohnehin für wertlos bei den meisten Comps. entweder Comp oder nix, irgendetwas reingeregeltes bringt doch nix. Die Klassiker haben das alle nicht und brauchten es auch nicht.
allerdings wird parallele Kompression (bewirkt das Gleiche wie ein Cleanblend) auch schon seit ewigen Zeiten in Studios praktiziert. Am Pult einen aux Send mit separatem Return et voilà. Sehr gerne in Gruppen- oder Summensignalen aber auch auf Spuren.

Allerdings muss man parallele Kompressoren ein wenig aggresiver einregeln, das macht es nicht einfacher, aber u.U. musikalischer.
 
  • #1.332
Und zwar so aufgebaut wie beim EBS MicroBass II, wo der Regler zum Notchfilter wird,
DAS fände ich interessant. 👍

Vor allem als einzelnes Minipedal. Ein guter Notchfilter. Ein hochwertiger reiner Mini-Notchfilter als Erste-Hilfe-Pedal für's Gigbag.
Ein Kippschalter für Ein/Bypass und ein Frequenzregler. Ggf als Tandem-Poti mit Cut-Regler (aber ein gut eingestellter Cut würde reichen, ggf zwei Absenkungen als schaltbare Variante).

Nach HPF und LPF eine gute Möglichkeit, störende Frequenzen zu eliminieren, ohne das Bass-Signal zu stark zu verfälschen.
Außerdem bin ein Freund von wenig Elektronik im Signalweg. Lieber ein einfacher Notch, als ein aufwändiges Para-EQ-Pedal.
 
  • #1.333
Wow, hier sin wirklich ein paar sehr gute Anregungen zusammengekommen.

Wie wäre es denn mit einem so richtig rostig-schepperndem OD, nicht so fuzzig-zerrig wie das TS-50B?
Wenn man den TS-50B Preamps ordentlich aufdreht, klingt der in meinen Ohren recht schnell blechern. Im Bandkontext wiederum ist das ganz gut, weil man sich dadurch der Bass nach vorne im Sound drängt. Aber manchmal finde ich das zu viel des Guten.
mein Traum:

eine Mischung aus Preamp (FET-basiert für bißchen "Schmutz", wenn gekitzelt), Einknopf-Kompressor (VCA-basiert mit soft/hard-Knee-Schalter), Einknopf-Tilt-EQ (mit extra Schaltern: Bass Boost, Treble Boost und Mid-Shape/Badewanne). Idealerweise hätte der also 4 Knöppe (Gain, Comp, Tilt-EQ und Master) sowie 6 Schalter (Gain Hi/Lo, Comp Knee, BassBoost, TrebleBoost , Mid Shape und dazu ein Schalter, der den Comp vor oder nach den EQ schaltet). Dazu noch ein symm. Output und evtl. DI-Out.

Ich würde das in einem 19" Gehäuse vorziehen oder gerne auch 9,5", als Bodentreter aber auch okay (Fußschalter braucht es m.E. keinen, da es ja ein "always-on" Preamp sein soll).
Klingt sehr interessant. Aber das klingt relativ aufwendig und würde ´nen Weilchen in Anspruch nehmen, so etwas zu realisieren.

Vielleicht ist ja der walkabout noch interessant?
Eine Platine habe ich bereits entworfen. Da müsste aber noch ein Feinschliff drüber. Es wird auf alle Fälle kein kleines Pedal.

Ich persönlich fände es ganz interessant, den "Letztes Pedal in der Kette" Gedanken des Vong noch etwas mehr auszuarbeiten, und zwar mit einer Mischung des Broughton RFE und des Vong.
High- und Low Pass, was als analoge Boxensimulation herhalten kann, plus parametrische "Mitten". Und zwar so aufgebaut wie beim EBS MicroBass II, wo der Regler zum Notchfilter wird, wenn man ihn auf Vollanschlag dreht. Dann würde die DI darin auch mehr Sinn machen.
Daher finde ich den Broughton Messenger Jr. (meine Version Klick) sehr interessant. Aber auch bei diesem Pedal gibt es ein paar Dinge, die man vielleicht noch verfeinern könnte.
Kann man beim EBS* die Centerfrequenz des Notch-Filters variieren? Wusste gar nicht, dass der MB II diese Option bietet.

Vor allem als einzelnes Minipedal. Ein guter Notchfilter. Ein hochwertiger reiner Mini-Notchfilter als Erste-Hilfe-Pedal für's Gigbag.
Ein Kippschalter für Ein/Bypass und ein Frequenzregler. Ggf als Tandem-Poti mit Cut-Regler (aber ein gut eingestellter Cut würde reichen, ggf zwei Absenkungen als schaltbare Variante).
Ein reines Notch-Filter-Pedal? Mmmm, interessant.
 
  • Like
Reaktionen: meisenknoedel, Bass@JMB und haebbe58
  • #1.334
Ja, Deinen Messenger hab' ich ja genau deswegen im Einsatz.

Beim EBS* (ist übrigens der MicroBass3, nicht 2)hast Du einen "normalen" parametrischen EQ mit Frequenz und boost/cut, aber wenn Du den boost/cut regler ganz zu drehst, wird ein notch filter draus - mit dem Freqenz Regler kannst Du den dann positionieren.
 
  • #1.335
NotchFilter.webp


Vor längerer Zeit habe ich mal einen Notchfilter auf dem Steckboard gebaut. Centerfrequenz 45Hz - 6.5 kHz und Q 0.5 bis 6 stufenlos wählbar. Dazu noch ein MasterVolume. Mehr nicht...
 
  • Like
Reaktionen: Martinez108, meisenknoedel, FooVines und 3 andere
  • #1.336
Eine Platine habe ich bereits entworfen. Da müsste aber noch ein Feinschliff drüber. Es wird auf alle Fälle kein kleines Pedal.
Ich bin gespannt und würde mich sehr freuen das Pedal mal testen oder abkaufen zu können.
 
  • #1.337
Wenn man den TS-50B Preamps ordentlich aufdreht, klingt der in meinen Ohren recht schnell blechern.
Hatte ich den schon mal zum Ausprobieren? Muss schon 'ne Weile her sein...kann mich nicht mehr erinnern.
 
  • #1.339
Allerdings muss man parallele Kompressoren ein wenig aggresiver einregeln, das macht es nicht einfacher, aber u.U. musikalischer.
Ja, hast recht. Aber es soll ja einfach und mit einem Knopf regelbar sein (Von etwas subtiler zum Ausgleichen bis etwas brachialer zum Abschneiden/Limiten). Parallele Kompression bräuchte ja mehr Parameter zum Anpassen und würde somit nicht zu den von mir genannten Ein-Knopf-Anforderungen passen.

Mein Ziel: Ein Regler pro Grund-Funktion (Gain, Comp, Tilt-EQ, Master) und ein paar Schalter zur Anpassung (Treble/Bass-Boost, Mid-Shape, Comp-Knee, Comp pre/post EQ).

Ein schöne Beispiel wäre der Hughes & Kettner Bassmaster. Der hat bis auf den Comp (den der eigentlich aufgrund der möglichen Röhrensättigung gar nicht braucht) schon so ziemlich genau das, was mir vorschwebt.

Ach ja.... disssa

das wäre ja überhaupt auch eine nette Idee: die Vorstufe des Bassmaster nachbauen, gerne auch mit FET statt Röhren, das ist nämlich eine geile Kiste (den rudumentären Tonregler durch einen echten Tilt-EQ ersetzen und die Tonschalter so belassen wie sie sind, die sind nämlich klasse, bringen zusammen mit dem Tone/Tilt musikalisch viel mehr als ein simpler EQ). Das wär was ...
 
  • Like
Reaktionen: Kalmar, FooVines und claudio
  • #1.340
..wobei der Bassmaster im Prinzip auch nur ein Fender* Tonestack mit nur einem gemeinsamen gegenläufigen Bass und Treble Poti ist und einen Teil seiner Lebendigkeit sicher der EL84 mit ATR und ohne Gegenkopplung verdanken dürfte
 
×
Dir gefällt Bassic.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Affiliate/Werbung
Positive Grid
Spark Mini BK
179 €
Jetzt kaufen

Beliebte Themen

Zurück
Oben Unten