xBARTZx
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Hallo zusammen,
ich wollte mal meine Eindrücke zum "Warwick* Stage Series PA 500" teilen. Hier mal die Specs direkt von Warwick*:
Nach einer längeren Pause am Bass (Leben, Arbeit, andere Hobbys - was halt immer so dazwischen kommt) habe ich vor ca. 2 Jahren wieder zurück zur Musik gefunden. In der Zeit hat sich eine Menge in Sachen Equipment auf dem Markt getan und ich wurde das die Line 6 Helix-Produkte aufmerksam. Ich habe mir den Stomp XL bestellt und nach ca. 3 Tagen zurückgeschickt... und mir direkt das Helix LT bestellt. Die ersten Proben und Shows habe ich über meinen alten und treuen Hartke LH500 gespielt jedoch ist der Hartke zu "schwer" und "sperrig". Jaja, ich habe noch nie einen Röhrenamp besessen... dann wüsste ich was schwer und sperrig wirklich bedeutet! Nachdem ich mich immer mehr mit dem Helix beschäftigt habe und ein paar Gigs direkt über die PA der Venue gespielt habe, wurde mir klar, dass ich keinen klassischen Amp mehr brauche. Dennoch wollte ich etwas kompaktes für ein wenig Bühnensound haben.
So habe ich mich auf die Suche nach einem Amp mit "kleinem Packmaß" gemacht. Wie beim Camping versuche ich mein Setup so kompakt wie möglich zu halten. Bei der Recherche bin ich auf unterschiedliche Poweramps gekommen, doch wurde von den Preisen etwas abgeschreckt. Vor ein paar Wochen wurde ich dann fündig und habe den Warwick* PA500 entdeckt.
Beim großen T bestellt, gestern geliefert und heute im Proberaum ausgiebig getestet. Zum Test stand folgendes Setup zur Verfügung:
Fender Classic Series 50s Preci + Ibanez BTB605MS-CEM in Drop G#; Line 6 Helix LT mit zwei vorbereiteten Presets (Darkglass* B7K in Ampeg SVT Pro-4 und SansAmp in Ampeg SVT). Das ganze ging dann einmal in eine Ashdown MAG 410T Deep, 450 Watt an 8 Ohm und eine FMC 620 RD F2 800 Watt an 4 Ohm.
Erst einmal das Positive: der Warwick ist auf jeden Fall sehr leicht und klein! Der Amp sieht sehr "unaufgeregt" aus und man kann beim anschließen nichts fasch machen. Nun zum wichtigen Punkt - der Sound. Der PA500 gibt das Signal des Helix Presets wirklich sehr sauber weiter! Ich habe es geschafft endlich mal einen guten Ton aus der Ashdown Box zu kriegen! Auch an der FMC war der Sound super! Mit dem EQ am PA500 konnte ich den Sound noch den Räumlichkeiten anpassen.
Nun zu dem was mir nicht so gefallen hat: ich fand den PA500 irgendwie sehr "leise". Mein Wunsch, dass Helix Signal "einfach laut" zu machen hat sich irgendwie nicht erfüllt. An beiden Boxen musste ich den Vol-Regler auf weit über 50% aufdrehen. Ich bin letztlich bei ca. 80% gelandet bis es "laut" wurde. Leider hatte ich heute keinen Drummer da aber alles unter 50% hätte sich niemals durchgesetzt.
Ich weiß nicht, ob ich hier mit einer völlig falschen Erwartung dran gegangen bin. Zum Vergleich finde ich meinen Hartke LH500 an besagten Boxen bereits unter 50% am Vol-Regler laut genug, um sich im Bandkontext durchzusetzen!
Um mir ein umfangreiches Bild zu machen habe ich zum Vergleich noch den Harley Benton* GPA-100 und den GPA-400 angeschlossen. Der GPA-100 war mir in der Vergangenheit im Bandkontext immer zu leise. Fairerweise habe ich seinerzeit noch völlig absurde Presets gebaut, welche keinen Sinn gemacht haben. Jetzt mit deutlich polierten Presets hat mir der Klang überraschenderweise sehr gefallen! Die Lautstärke musste ich fast komplett aufdrehen aber das GPA-100 war nicht viel leiser als der Warwick PA500. Am meisten hat mich dann der GPA-400 überrascht! Der Amp war letztlich von allen 3 der Lauteste. Ich bilde mir ein, dass das Signal etwas "matschiger" war, doch mit herausdrehen der Bässe konnte ich ein zufriedenstellenden Sound finden. Leider ist der GPA-400 nicht so klein aber das wäre eine Pille die schlucken würde.
Fazit:
Der Warwick PA500 ist ein interessanter Poweramp. Mich hat das Packmaß sehr überzeugt. Er passt perfekt in meinen Rucksack und das Gewicht fällt nicht negativ auf. Der Aufbau ist super simpel und der Sound wird unverfälscht wiedergegeben. Leider hatte ich das Gefühl, dass die Lautstärke irgendwie nicht so laut wollte wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich muss gestehen, dass der Preis mit 599,- EUR für "einfach mal bestellen, passt schon" zu hoch ist. Stattdessen hat würde ich den Kompromiss eingehen und das GPA-400 bestellen nach dem Motto "günstig aber passt nicht in meine Tasche, kann der Sänger tragen!" Auch den "gefühlt" matschigeren Sound würde ich in Kauf nehmen, da alles wichtige über die PA der Venue läuft.
Der Warwick geht zurück - nicht weil er schlecht ist, sondern weil wir beide irgendwie nicht zusammenkommen.
ich wollte mal meine Eindrücke zum "Warwick* Stage Series PA 500" teilen. Hier mal die Specs direkt von Warwick*:
- Endstufen-Topteil für Bass
- Class D Transistorschaltung
- 500 W an 4 Ohm / 300 W an 8 Ohm
- 4-Band EQ +/- 15 dB Cut/Boost je Band
- frontseitige Regler für Bass, Lo Mid, Hi Mid, Treble, Volume
- frontseitiger MUTE Schalter
- frontseitiger Power On / Off Schalter
- frontseitige LED CLIP Anzeige
- rückseitiger Line-In Anschluss (6,35 mm Mono)
- rückseitiger Line-Out Anschluss (6,35 mm Mono)
- rückseitige Speaker Twist Lautsprecherbuchse
- rückseitiger Netzkabelanschluss (IEC Kaltgerätebuchse)
- rückseitiger Spannungsumschalter (120/240 VAC)
- Eingangsspannung 120 - 240 VAC / 50-60 Hz / 150 W
- Abmessungen (L x B x H) 250 x 270 x 63 mm
- Gewicht 3,13 kg
Nach einer längeren Pause am Bass (Leben, Arbeit, andere Hobbys - was halt immer so dazwischen kommt) habe ich vor ca. 2 Jahren wieder zurück zur Musik gefunden. In der Zeit hat sich eine Menge in Sachen Equipment auf dem Markt getan und ich wurde das die Line 6 Helix-Produkte aufmerksam. Ich habe mir den Stomp XL bestellt und nach ca. 3 Tagen zurückgeschickt... und mir direkt das Helix LT bestellt. Die ersten Proben und Shows habe ich über meinen alten und treuen Hartke LH500 gespielt jedoch ist der Hartke zu "schwer" und "sperrig". Jaja, ich habe noch nie einen Röhrenamp besessen... dann wüsste ich was schwer und sperrig wirklich bedeutet! Nachdem ich mich immer mehr mit dem Helix beschäftigt habe und ein paar Gigs direkt über die PA der Venue gespielt habe, wurde mir klar, dass ich keinen klassischen Amp mehr brauche. Dennoch wollte ich etwas kompaktes für ein wenig Bühnensound haben.
So habe ich mich auf die Suche nach einem Amp mit "kleinem Packmaß" gemacht. Wie beim Camping versuche ich mein Setup so kompakt wie möglich zu halten. Bei der Recherche bin ich auf unterschiedliche Poweramps gekommen, doch wurde von den Preisen etwas abgeschreckt. Vor ein paar Wochen wurde ich dann fündig und habe den Warwick* PA500 entdeckt.
Beim großen T bestellt, gestern geliefert und heute im Proberaum ausgiebig getestet. Zum Test stand folgendes Setup zur Verfügung:
Fender Classic Series 50s Preci + Ibanez BTB605MS-CEM in Drop G#; Line 6 Helix LT mit zwei vorbereiteten Presets (Darkglass* B7K in Ampeg SVT Pro-4 und SansAmp in Ampeg SVT). Das ganze ging dann einmal in eine Ashdown MAG 410T Deep, 450 Watt an 8 Ohm und eine FMC 620 RD F2 800 Watt an 4 Ohm.
Erst einmal das Positive: der Warwick ist auf jeden Fall sehr leicht und klein! Der Amp sieht sehr "unaufgeregt" aus und man kann beim anschließen nichts fasch machen. Nun zum wichtigen Punkt - der Sound. Der PA500 gibt das Signal des Helix Presets wirklich sehr sauber weiter! Ich habe es geschafft endlich mal einen guten Ton aus der Ashdown Box zu kriegen! Auch an der FMC war der Sound super! Mit dem EQ am PA500 konnte ich den Sound noch den Räumlichkeiten anpassen.
Nun zu dem was mir nicht so gefallen hat: ich fand den PA500 irgendwie sehr "leise". Mein Wunsch, dass Helix Signal "einfach laut" zu machen hat sich irgendwie nicht erfüllt. An beiden Boxen musste ich den Vol-Regler auf weit über 50% aufdrehen. Ich bin letztlich bei ca. 80% gelandet bis es "laut" wurde. Leider hatte ich heute keinen Drummer da aber alles unter 50% hätte sich niemals durchgesetzt.
Ich weiß nicht, ob ich hier mit einer völlig falschen Erwartung dran gegangen bin. Zum Vergleich finde ich meinen Hartke LH500 an besagten Boxen bereits unter 50% am Vol-Regler laut genug, um sich im Bandkontext durchzusetzen!
Um mir ein umfangreiches Bild zu machen habe ich zum Vergleich noch den Harley Benton* GPA-100 und den GPA-400 angeschlossen. Der GPA-100 war mir in der Vergangenheit im Bandkontext immer zu leise. Fairerweise habe ich seinerzeit noch völlig absurde Presets gebaut, welche keinen Sinn gemacht haben. Jetzt mit deutlich polierten Presets hat mir der Klang überraschenderweise sehr gefallen! Die Lautstärke musste ich fast komplett aufdrehen aber das GPA-100 war nicht viel leiser als der Warwick PA500. Am meisten hat mich dann der GPA-400 überrascht! Der Amp war letztlich von allen 3 der Lauteste. Ich bilde mir ein, dass das Signal etwas "matschiger" war, doch mit herausdrehen der Bässe konnte ich ein zufriedenstellenden Sound finden. Leider ist der GPA-400 nicht so klein aber das wäre eine Pille die schlucken würde.
Fazit:
Der Warwick PA500 ist ein interessanter Poweramp. Mich hat das Packmaß sehr überzeugt. Er passt perfekt in meinen Rucksack und das Gewicht fällt nicht negativ auf. Der Aufbau ist super simpel und der Sound wird unverfälscht wiedergegeben. Leider hatte ich das Gefühl, dass die Lautstärke irgendwie nicht so laut wollte wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich muss gestehen, dass der Preis mit 599,- EUR für "einfach mal bestellen, passt schon" zu hoch ist. Stattdessen hat würde ich den Kompromiss eingehen und das GPA-400 bestellen nach dem Motto "günstig aber passt nicht in meine Tasche, kann der Sänger tragen!" Auch den "gefühlt" matschigeren Sound würde ich in Kauf nehmen, da alles wichtige über die PA der Venue läuft.
Der Warwick geht zurück - nicht weil er schlecht ist, sondern weil wir beide irgendwie nicht zusammenkommen.
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