Ich hab mir den Antique schon vor einer ganzen Weile bestellt, aber hatte erst letzten Samstag die Zeit um mich an den Bausatz zu setzen. Man muss dazu sagen, dass meine Erfahrungen und Kenntnisse vom Löten eher begrenzt sind, weshalb ich die Platine unter Aufsicht eines Freundes zusammengelötet hab, der sich da besser auskennt und besseres Equipment am Start hat.
Insgesamt hat die Aktion ca. 4,5 Stunden gedauert. Ich hab ca. 90% selbst gemacht und eigentlich nur bei der Verlötung der JFETs ganz am Anfang den Lötkolben abgegeben. Den MC33179 hab ich dann sogar selbst installiert. Wir waren am Ende wirklich sehr überrascht und happy, dass wir keine Löt-Korrekturen vornehmen mussten. Es hat alles sofort geklappt! Die Anleitung hat also ihren Dienst einwandfrei getan!

An dieser Stelle einen riesen Dank an Julian!(Auch für die "Guma"bärchen

)
Der Bausatz ist in seiner Ausstattung und vom Aufbau her super durchdacht und beschriftet. Ich hätte im es im Nachhinein eventuell sogar alleine geschafft.
Einziges Manko bisher sind bisher die Neutrik-Klinken-Stecker. (wahrscheinlich liegts aber eher daran, dass wir bei der Endmontage irgendwas falsch gemacht haben) Leider ist die Platine im inneren des Gehäuses etwas zu weit von den Bohrungen entfernt, was bei mir dafür sorgt, dass die Schrauben, die man von außen einschraubt leider nicht greifen, wenn man die äußere Unterlegscheibe anlegt. Ich werd mich diesem Schönheitsfehler aber nochmal annehmen. Der Funktionalität tut das auf jeden Fall keinen Abriss.
Nun aber zum Pedal selbst.
Ich konnte den GUMA-Antique sehr zeitnah nach dem Zusammenbau auf einer Probe sowie einem kleinen Auftritt testen und muss vorne weg sagen, dass ich wirklich sehr verliebt bin in den kleinen Treter.

Ich hab bisher schon einige Zerren Solo und im Bandkontext genutzt und bin wirklich erstaunt, wie gut sich die Obertöne der Zerre in der Band durchsetzen. Der Sound bekommt durch die Obertonstruktur fast etwas räumliches.
Meiner Meinung nach ist das wirklich ein sehr einfacher Overdrive. Ich hatte den Eindruck, dass es keine Einstellung gibt, in der das Teil schlecht klingt. Von einer ganz dezenten Färbung bis zum Vollanschlag aller Regler macht der Sound immer Sinn. Ich muss für mich aber noch herausfinden, wie ich ihn einsetzte. Entweder als "always on" oder ich ersetze den
EBS* Multidrive auf meinem großen Board.. mal schauen. Im Direktvergleich und vor allem in der Band gefiel mir der Guma jedenfalls besser.
Eventuell kann ich den Klon auch mal gegen das Original antreten lassen. Ein Kumpel von mir hat den
Darkglass*.. Ich besitze lediglich den B7K Ultra und bin eigentlich eher von der Einfachheit des "Vintage"-Konzepts überzeugt. Mit dem B7K muss man sich mMn mehr auseinandersetzten und sehr vorsichtig mit den Reglern umgehen. Außerdem meine ich ,dass der
Darkglass* den Sound mehr färbt, als der GUMA. Ich finde es wirklich charmant, wenn der Overdrive Sound schön nice daher kommt und das Signal ohne Zerre dann nicht komplett abstinkt, sondern beides einfach Sinn macht.
Ich bin jedenfalls super happy mit dem Teil und stolz auf meinen ersten DIY-Erfolg!
Ich kann den GUMA-Antique nur jedem ans Herz legen!
